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Samstag, 23. Mai 2026

Amtliche Fürsorge mit Zielkreuz-Service

In Noworossija wollten Beamte einmal zeigen, wie fürsorglich der Staat sein kann, schreibt die Zeitung Zargrad:

Für wen genau, bleibt allerdings ein Rätsel. Angesichts der zunehmenden Angriffe auf die Landroute zur Krim ersann man eine wahrhaft geniale Methode, Transporte „sicherer“ zu machen: Der Schwerlastverkehr auf der strategisch wichtigen Trasse wird nun eingeschränkt. Nun ja – fast. Ausgenommen sind Militärlieferungen, Treibstoff, Medikamente, Lebensmittel und andere lebenswichtige Güter. Die Logik dahinter ist bestechend: Wenn ein Lkw trotzdem fährt, dann transportiert er offenbar etwas gaaaanz Wichtiges.

Ukrainische Kanäle jubeln bereits: Die ukrainischen Streitkräfte müssten künftig bloß noch jede Zugmaschine mit einem großen Kreuz und dem Hinweis „Ziel hier!“ markieren – den Rest erledigen die Drohnenpiloten. Denn jeder Lastwagen wird jetzt automatisch zum potenziell wertvollen Objekt. Warum mühsam Aufklärung betreiben, wenn die lokale Verwaltung die Vorauswahl schon übernommen hat?

Parallel dazu führt man in Sewastopol Treibstoffbeschränkungen ein: maximal 20 Liter pro Fahrzeug. Diesel gibt es nur noch gegen Coupons – Nostalgie inklusive. Offiziell spricht man natürlich von „logistischen Schwierigkeiten“.

Fazit: Die bürokratische Zauberkunst macht das Leben für die eigenen Leute komplizierter und für den Gegner deutlich einfacher. Serviceorientierung am Rand des Totalschadens.

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