Während sein Vater Valerij Gartung in der russischen Staatsduma dafür kämpft, das Internet abzuschalten, packt Sohn Dmitrij lieber Koffer und Firmenunterlagen, schreibt die Zeitung Zargrad:
„Besser ohne Internet als ohne Heizung und Strom“, dozierte der Abgeordnete kürzlich – und prompt übersiedelte sein Sprössling sein Business in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort, so Dmitrij, herrsche echte „Freiheit“: digitale Reife, freie Informationsverbreitung, minimaler Bürokratieaufwand – alles, was Papa Gartung in Russland nicht zustande bringt.
Aus dem Emirat gesteuert, reicht ein Handy, um das Unternehmen zu lenken – praktisch jede Ecke der Welt tauglich. Der Sohn sieht keinerlei Widerspruch zu den Blockade-Philosophien des Vaters. Die russische Netzgemeinde hingegen schon: „Nichts Neues. Solange die Kinder der Beamten im Ausland leben, kümmert sich hier niemand ums Land“, heißt es auf Telegram. „Heuchler!“ oder: „Der Westen verrottet, aber unsere Kinder sind dort. Wie der späte UdSSR vor dem Zusammenbruch“, kommentieren andere.
Die Gartungs? Unbeirrt. Sie können überall hinziehen. Im Gegensatz zu den russischen Bürgern, die trotz Stromausfällen, Blockaden und digitaler Gängelung weiterarbeiten müssen. Denn wie Valerij Gartung lehrt: ohne Heizung ist hart. Ohne Internet – das sieht man an Dmitrij – erst recht.






Vom kalten Schneeregen ins hitzige Bombenwetter?
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