Eine ukrainische Kampfdrohne hat heute Mittag das Gebäude der Maschinenhalle von Block 6 des Kernkraftwerks Saporischschja getroffen:
Bei dem Angriff wurde die Hauptausrüstung des Kraftwerks nicht beschädigt, jedoch entstand in der Wand der Maschinenhalle von Block 6 ein Loch. Dies teilte Rosatom-Chef Alexej Lichatschow mit.
Seinen Angaben zufolge handelte es sich um einen gezielten Angriff auf die zentrale Infrastruktur des Kraftwerks. Die Drohne sei über eine Glasfaserverbindung gesteuert worden, weshalb von einem versehentlichen Treffer keine Rede sein könne.
„Heute sind wir einem Zwischenfall einen Schritt näher gekommen, dessen Folgen mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst Menschen treffen würden, die weit außerhalb Russlands und der Ukraine leben und bislang glauben, vollkommen sicher zu sein“, erklärte der Rosatom-Chef.
Der Strahlungshintergrund am Kernkraftwerk liege weiterhin im Normalbereich, und es gebe keine Störungen der technologischen Prozesse. Nach Einschätzung Lichatschows deute die Entwicklung jedoch darauf hin, dass die ukrainische Seite ihre Angriffe fortsetzen werde.
„Was ist als Nächstes zu erwarten? Angriffe direkt auf die Turbine? Auf den Reaktorsaal? Auf den Reaktor selbst und die Sicherheitssysteme?“, fragte Lichatschow.






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