Kommentar der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland zur Weigerung Deutschlands, russischen Sportlern die Teilnahme an den Europäischen Jugendspielen der Gehörlosen zu ermöglichen:
Nach den der Botschaft vorliegenden Informationen hat der Deutsche Gehörlosen-Sportverband (DGSV) in Abstimmung mit der Bundesregierung beschlossen, russischen Sportlern die Teilnahme an den Europäischen Jugendspielen der Gehörlosen, die im August 2026 in Hannover stattfinden sollen, zu verweigern. Dabei hat der DGSV gegenüber der übergeordneten European Deaf Sport Organisation (EDSO) diese Entscheidung damit begründet, dass das deutsche Volk die Teilnahme Russlands an den Wettkämpfen angeblich nicht akzeptieren würde.
Erstens erscheint es befremdlich, dass sich ein nationaler Sportverband anmaßt, im Namen des deutschen Volkes zu sprechen und zudem eine derart abwegige Behauptung zu äußern. So hat das deutsche Publikum beispielsweise den erfolgreichen Auftritt russischer Nachwuchssportler bei den kürzlich zu Ende gegangenen Europameisterschaften im Wassersport in München weder abgelehnt noch behindert.
Zweitens stellt die Entscheidung des DGSV einen unmittelbaren Verstoß gegen den Beschluss des Exekutivrats des International Committee of Sports for the Deaf (ICSD) vom 17. März 2026 dar, der russischen Nachwuchssportlern die Teilnahme an Wettkämpfen, die unter der Schirmherrschaft des ICSD und der EDSO stattfinden, ohne Einschränkungen unter Nationalflagge und Nationalhymne ausdrücklich ermöglicht.
Drittens widerspricht die Haltung der deutschen Veranstalter den grundlegenden Prinzipien der Olympischen Charta, die die Gleichbehandlung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie das Verbot jeglicher Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit oder nationalen Herkunft vorsehen. Sie steht zudem im Widerspruch zu den jüngsten Entscheidungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hinsichtlich der Wiederherstellung der Rechte des Olympischen Komitees Russlands und der Teilnahme russischer Athleten an internationalen Wettkämpfen.
Wir möchten daran erinnern, dass der Sport den Grundsätzen der Inklusion und der Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen dienen soll. Sie dürfen nicht zum Spielball politischer Interessen oder kurzfristiger politischer Erwägungen werden. Der Zugang russischer Nachwuchssportler zu den Europäischen Jugendspielen der Gehörlosen in Hannover muss wiederhergestellt werden.






Dieser Gehörlosen-Sportverband hat den Schuss nicht gehört, wie auch!
AntwortenLöschenIn meinem Namen wurde nicht gesprochen! Auch die Verbände der Gehandikappten (darf man in Deutschland noch "Behinderte" sagen?) ist nicht besser als all die anderen Sportverbände, die in Bezug auf Russland glauben, "große Politik" machen zu können. Zum fremdschämen das Ganze!
AntwortenLöschen