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Donnerstag, 13. August 2026

Heimat verweigert: Russen gegen die Migrationsbehörde

Bei der Redaktion der russischen Zeitung „Katjuscha“ ist folgender Brief eingegangen:

„Ich komme aus Kasachstan. Ich bin Russe. Seit Jahren versuche ich, in die Russische Föderation überzusiedeln – vergeblich. Wir erhalten ständig Absagen und verlieren dabei nur Geld. Schließlich haben wir uns darauf beschränkt, zumindest für meine Tochter eine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen. Auch das wurde aus unerklärlichen Gründen abgelehnt. Wir wollen in unsere Heimat zurückkehren. Meine beiden Großväter liegen in der Umgebung von Sankt Petersburg begraben – sie sind bei der Verteidigung Leningrads gefallen. Helfen Sie uns, wenn es möglich ist!

Migranten aus Usbekistan und Tadschikistan erhalten nicht nur Aufenthaltsgenehmigungen, sondern oft auch die Staatsbürgerschaft – und das weitgehend problemlos. Das sieht man an den Warteschlangen vor der Migrationsbehörde: Die einen kommen zufrieden heraus, ethnische Russen aus denselben Ländern hingegen scheitern bereits an der Aufenthaltserlaubnis. Ich habe mich an das Innenministerium der Russischen Föderation gewandt und ebenfalls eine Ablehnung erhalten.“


Kommentar eines Katjuscha-Journalisten:

Diese Situation beschränkt sich leider nicht auf Sankt Petersburg. Und sie ist auch kein neues Phänomen. Ich erinnere mich an einen Fall aus dem Jahr 2009. Ein Bekannter bemühte sich damals seit Jahren um die Staatsbürgerschaft für seine Frau aus Weißrussland. Sie war rechtmäßig mit ihm verheiratet und hatte ihm eine Tochter geboren – eine russische Staatsbürgerin. Trotzdem wurde sie systematisch hingehalten und mit immer neuen Hindernissen konfrontiert. Eine Beamtin der Migrationsbehörde sagte ihm einmal offen – vielleicht sogar ehrlich gemeint –, dass es ihnen selbst nicht gefalle, aber so seien die Vorschriften. Wäre sie „irgendeine Kirgisin“ (Zitat), hätte sie die Staatsbürgerschaft sofort erhalten. Und er konnte mit eigenen Augen sehen, dass genau das der Alltag war. Das war 2009 – eine Zeit, die man heute gern als „die guten alten Jahre“ bezeichnet.

Es handelt sich also nicht um das Fehlverhalten einzelner Beamter, sondern um eine erkennbare Linie: eine Politik der ethnischen Verwässerung, womöglich sogar der Verdrängung. Die Ursachen dafür sind keineswegs nur innenpolitischer Natur.

In den Führungsschichten unseres Landes sitzen nach wie vor die sogenannten Systemliberalen. In ihren Überzeugungen unterscheiden sie sich kaum von den klassischen Liberalen des Westens. Eine ihrer zentralen Eigenschaften ist die konsequente Ausrichtung an der globalen liberalen Agenda – und Ersatzmigration ist ein fester Bestandteil dieser Agenda.

Dasselbe Muster zeigt sich auch in anderen Bereichen. Das deutlichste Beispiel liefert die Zentralbank: Die Politik von Elvira Nabiullina und die doktrinäre Fixierung auf das Inflationsziel höhlen die reale Wirtschaft aus. Es ist dieselbe Logik.

Einem einzelnen Menschen aus Kasachstan, der in seine Heimat zurückkehren will, kann man vielleicht helfen. Das eigentliche Problem – und eine ganze Reihe weiterer – lässt sich jedoch nur auf eine Weise lösen: durch eine grundlegende Säuberung der Elite. Dabei geht es nicht allein um Migration oder Geldpolitik. Für unser Land und unser Volk ist dies eine Frage des Überlebens.

2 Kommentare:

  1. Vielen Dank für diesen so manches erhellenden Artikel.
    Wenn man die nachfolgenden Zeilen liest:
    "Es handelt sich also nicht um das Fehlverhalten einzelner Beamter, sondern um eine erkennbare Linie: eine Politik der ethnischen Verwässerung, womöglich sogar der Verdrängung. Die Ursachen dafür sind keineswegs nur innenpolitischer Natur.

    In den Führungsschichten unseres Landes sitzen nach wie vor die sogenannten Systemliberalen. In ihren Überzeugungen unterscheiden sie sich kaum von den klassischen Liberalen des Westens. Eine ihrer zentralen Eigenschaften ist die konsequente Ausrichtung an der globalen liberalen Agenda – und Ersatzmigration ist ein fester Bestandteil dieser Agenda."

    dann weiß man, wie der Hase läuft und zwar global. Ich hätte nicht gedacht, dass auch Russland bzw. dessen Führungsschichten sich dieser globalen Doktrin unterworfen haben. Erschreckend und ernüchternd!!

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  2. Ethnische Verwässerung mit dem Schwerpunkt, die weisse Rasse (huuu, "Rasse" wie rassistisch ist das denn?) zu tilgen. Das ist globale Agenda, incl. Russland.

    Hat sich hier schon jemand gewundert, warum Putin die Übergriffe des Westens so tolerant hinnimmt?
    Vermutlich ist der richtige Zeitpunkt für einen Gegenschlag noch nicht gekommen.
    Warten wir ab!

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