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Dienstag, 17. März 2026

Russlands Unternehmer schliessen – Abschiedsvideos in den sozialen Netzwerken

In russischen sozialen Netzwerken verbreiten sich derzeit massenhaft Videos von Unternehmern, die das Ende ihres Geschäfts ankündigen:

Viele Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen erklären in emotionalen Aufnahmen, warum sie schließen müssen: leere Cafés, verlassene Läden, ausgeräumte Regale und Tränen in den Augen.

Hauptgrund: die neue Steuerlast seit 2026. Seit Jahresbeginn 2026 haben sich die Bedingungen für kleine Unternehmen drastisch verschlechtert. Wichtige Änderungen der Steuerreform:
- Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 % auf 22 %  
- Senkung des Schwellenwerts für die Befreiung von MWSt. auf 20 Mio. Rubel Jahresumsatz (früher ca. 60 Mio.)  
- Abschaffung der Vorzugsbeiträge zur Sozialversicherung für die meisten Kleinbertiebe (von 15 % auf 30 % für Löhne) 
- Starke Kürzung der Grenzen für Patent- und vereinfachte Steuersysteme, was viele Unternehmen zwingt, auf teurere Regime umzusteigen

Selbst starke Konzepte, treue Kunden und hoher Umsatz retten nicht mehr: Die zusätzliche Belastung frisst den gesamten Gewinn auf. Betroffen sind vor allem Cafés, Bäckereien, kleine Läden, Friseursalons, Transportunternehmen und regionale Dienstleister.

Experten warnen: Bis Ende 2026 könnten Hunderttausende kleiner russischer Betriebe schließen – Schätzungen reichen von 250.000 bis 300.000. Viele gehen in den Schatten oder geben auf, weil Anpassung unmöglich scheint.

3 Kommentare:

  1. Macht doch nicht die Kleinen platt.
    Verschlankt lieber die Bürokratie!
    Allerdings geht Täuschland auch diesen falschen Weg . Bitte, RU, nicht kopieren!

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  2. Nicht zu vergessen, die überbordende Bürokratie und Vorschriften über Vorschriften der irrsinnigsten Art.

    Ein Beispiel: wenn ein Handwerker auf eine Leiter steigt, muss ein 2. dabei sein, der im Notfall zur Stelle ist.
    Wer einen Sackkarren schiebt, braucht eine Genehmigung und muss Protokoll führen. (es fehllt nur noch ein spezieller Führerschein)
    Dass sich vernunftbegabte Handwerker diesem Wahnsinn nicht fügen können, ist verständlich.

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  3. Das kommt mir alles so bekannt vor. Ist ja wie in Deutschland.

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