russische nachrichten aktuell

Donnerstag, 30. Juni 2022

Russische Düngemittel für Indien

Russland ist vor dem Hintergrund der verhängten Sanktionen Indiens größter Lieferant von Phosphatdünger geworden. Indien hat in den letzten drei Monaten 350.000 Tonnen Diammoniumphosphat exportiert, ein Düngemittel, das die Pflanzen während ihrer gesamten Wachstumsperiode mit Phosphor versorgt. "Die Importe kamen zum richtigen Zeitpunkt, als die Aussaat pünktlich zum Beginn der Regenzeit begann", schrieb The Indian Express.

Regenbogenflagge über US-Botschaft in Moskau

Die US-Botschaft in Moskau hisste eine Regenbogenflagge als Zeichen der Solidarität mit der LGBTQI+-Gemeinschaft und ihrem Kampf für gleiche Rechte.

Getreide für befreundete Länder

Nach mehrmonatigem Betriebsausfall hat das erste Handelsschiff den Handelshafen Berdjansk verlassen. 7.000 Tonnen Getreide sind für befreundete Länder bestimmt. Für die Sicherheit des Trockenfrachters sorgen Schiffe und Boote der Marinebasis Noworossijsk der russischen Schwarzmeerflotte, so die Militärische Zivilverwaltung der mehrheitlich russisch kontrollierten Region Saporoschje.

Mehr als zwei Millionen Flüchtlinge

Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine und dem Donbass, die bis jetzt in Russland ankamen, überstieg 2,2 Millionen. Quelle: PA TASS

Neue 100-Rubel-Banknote

Die Zentalbank von Russland hat eine neue 100-Rubel-Banknote vorgestellt. Auf der Vorderseite ist ein Fragment des bekannten Moskauer Kremlturms mit Glockenspiel-Uhr abgebildet, auf der Rückseite ist das Denkmal für den sowjetischen Soldaten in Rschew zu sehen.

Neue 100 Rubel-Banknote

Polen: Grenzzaun ist fertig

Der polnische Ministerpräsident kündigt die Fertigstellung eines 5 Meter hohen Zauns an der Grenze zu Weißrussland an. Das Video wurde vom polnischen Grenzschutzdienst veröffentlicht. Für den Bau wurden 49 Tausend Tonnen Stahl verwendet. Elektronische Sicherheitssysteme, darunter 2.500 Überwachungskameras, werden jetzt installiert.


Kaliningrad-Seebrücke

Das erste Schiff mit einer Ladung Walzstahl ist in Kaliningrad im Rahmen der sog. "Seebrücke" von St. Petersburg aus angekommen.


Rückzug von Schlangeninsel

Das russische Verteidigungsministerium hat den Rückzug der russischen Truppen von der Schlangeninsel (Smeinyj) angekündigt. Auch das ukrainische Kommando berichtet über die Evakuierung der russischen Truppen von der Schlangeninsel. Nach Angaben des ukrainischen Kommandos Süd gibt es jetzt ein Feuer auf der Insel, auch Explosionsgeräusche sind zu hören.

Bekämpfung des Meldungsbetrugs

Die Strafverfolgungsbehörden führen in ganz Russland Kontrollen im Zusammenhang mit betrügerischen Praktiken in so genannten "Gummiwohnungen" durch. Solche Wohnungen werden genutzt, um Ausländer und Russen aus anderen Regionen fiktiv zu registrieren. In einer Moskauer Wohnung zum Beispiel waren so viele Bewohner gemeldet, dass jeder nur ein paar Zentimeter Platz hatte. Die Anmeldung am Wohnsitz ist insbesondere für die Inanspruchnahme von Sozialleistungen erforderlich.

Aktienkurs von Gasprom stürzt ab

Die Aktien von Gazprom sind stark gefallen und verlieren ca. 30 %, nachdem das Unternehmen beschlossen hat, für 2021 keine Dividende zu zahlen.

Mittwoch, 29. Juni 2022

Jagd nach russischem Geld

Ein von den USA eingesetztes internationales Team, das nach russischen Vermögenswerten suchen soll, hat nach Angaben des US-Finanzministeriums Schritte unternommen, um russische Vermögenswerte im Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar einzufrieren oder zu blockieren. Es soll sich dabei hauptsächlich um Guthaben auf Konten handeln.

Getreideexport aus ukrainischen Häfen

Das russische Außenministerium hat Bedingungen für den Getreideexport aus ukrainischen Häfen gestellt:

  • Inspektion von Schiffen, um sicherzustellen, dass sich dort keine militärischen Produkte befinden.
  • Eskortierung dieses Transports durch Kriegsschiffe und Drohnen ist ausgeschlossen.

Zuspitzung um Spitzbergen

Norwegen hat sich geweigert, Lebensmittellieferungen nach Barentsburg auf der Insel Spitzbergen zuzulassen, wo rund 500 russische Bergleute und ihre Familien untergebracht sind. Inzwischen wurde die norwegische diplomatische Geschäftsträgerin vom russischen Außenministerium vorgeladen. Norwegen wurde aufgefordert, das Problem so schnell wie möglich zu lösen und hat erklärt, dass unfreundliche Maßnahmen gegen Russland unweigerlich zu Vergeltungsmaßnahmen führen werden.

Deutschland und ukrainische Ressentiments

Diese ukrainische Flüchtling-Frau in Deutschland hat sich in den letzten Wochen zu einem echten Social-Media-Star entwickelt. Sie ist hauptsächlich deswegen berühmt geworden, weil sie Geschichten darüber erzählt, wie man das Gastland richtig ausbeuten kann. In diesem Video empört sich die arme ukrainische Frau jedoch darüber, dass man in Deutschland das Mykola-Schwein (mein-freund-mykola.de) als Symbol für ukrainische Flüchtlinge erfunden hat:
"In Deutschland gibt es Comics, wo ein Ukrainer als Schwein dargestellt wird. Könnt ihr euch so was vorstellen? Das heißt, das ukrainische Schwein kommuniziert entweder mit einem deutschen Polizisten, oder es bestellt ein Taxi... Es ist traurig, dass die Nation mit Tieren assoziiert wird."


Reaktion auf tierische Preise

In Twer verprügelten Besucher einer Tierklinik die Ärzte, als sie erfuhren, dass die Behandlung ihres Hundes 20.000 Rubel (ca. 350 Euro) kosten würde. Der Fall hat sich schnell herumgesprochen. Sogar die Staatsduma hat sich dazu geäußert, und zwar in einer recht moderaten Form. Wladimir Burmatow, der erste stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses der Staatsduma, erklärte, dass dieses Verhalten mit der wirtschaftlichen Situation zu erklären sei:
"In den Tierkliniken sind die Preise nach der Einführung der Sanktionen wirklich gestiegen, die Tierarzneimittel sind teurer geworden. Wir müssen systematische Maßnahmen ergreifen, damit unsere Tierkliniken ihre Preise niedrig halten können und die Tierhalter nicht schockieren."


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