Das Ziel der Verlangsamung von Telegram sei die Zerstörung sozialer Bindungen. Dies geht aus einem Interview mit German Klimenko hervor, dem ehemaligen Berater des russischen Präsidenten für die Entwicklung des Internets, der derzeit Vorsitzender des Rates des Fonds für die Entwicklung der digitalen Wirtschaft ist:
Hier ein Zitat von German Klimenko aus dem Interview mit der „Parlamentszeitung“:
„Die Hauptfunktion eines jeden Messengers besteht darin, soziale Bindungen zu schaffen“, erklärte German Klimenko: „Um die Nutzung des Messengers zu beenden, müssen diese Bindungen dementsprechend zerstört werden. Im Jahr 2018, als es zum ersten Konflikt zwischen Telegram und Roskomnadzor (russische IT-Aufsichtsbehörde) kam, gelang es Letzterem, etwa 10 Prozent der sozialen Verbindungen zu unterbrechen: Angenommen, ich habe tausend Kontakte in meinem Messenger, 100 funktionierten nicht mehr, 900 blieben übrig. Jetzt besteht die Aufgabe darin, das Gegenteil zu erreichen: dass 900 aus dem einen oder anderen Grund wegfallen und 100 übrig bleiben. Das nennt man „Zerstörung des sozialen Graphen“. Wenn der Messenger seine Hauptfunktion nicht mehr erfüllt und Sie nicht mehr mit der überwiegenden Mehrheit der Menschen verbindet, verliert seine Nutzung einfach ihren Sinn.“
Eigentlich ist es ziemlich schwierig, eine der Hauptthesen der sogenannten Verschwörungstheorie über die nahe Zukunft der Menschheit direkter, klarer und unmissverständlicher zu formulieren.
Wahrscheinlich hat sich die Redaktion der Zeitung „Katjuscha“ genau aus diesem Grund einige Fragen direkt an die staatliche Zeitung gerichtet, in der das Interview veröffentlicht wurde, und zwar:
Die Äußerungen von German Klimenko zu den Zielen, die im Zuge des Verbots von Telegram „erreicht werden müssen“, werfen eine ganze Reihe von Fragen auf, auf die nicht nur wir, sondern die Zivilgesellschaft unseres Landes insgesamt gerne eine Antwort hätte. Und zwar eine offizielle Antwort. Denn Herr Klimenko hat seine in ihrer Offenheit so „wunderschönen“ Äußerungen in der offiziellen „Parlamentszeitung“ veröffentlicht.
Wenn also nach Klimenkos Ansicht das Ziel der Sperrung von Telegram die „Zerstörung sozialer Bindungen“ ist, dann möchten wir Folgendes verstehen:
1. Ist die Zerstörung sozialer Bindungen in Russland notwendig, um die Kommunikation der Zivilgesellschaft unseres Landes zu zerstören? Das heißt, um diese als solche zu zerstören?
2. Ist die Zerstörung sozialer Bindungen in Russland notwendig, um die Arbeit aller Freiwilligenstrukturen zu stören, die Mittel für die Front sammeln und den kämpfenden Einheiten helfen?
3. Ist die Zerstörung sozialer Bindungen in Russland notwendig, um das Leben einfacher Bürger zu erschweren, ihnen die Möglichkeit der Kommunikation mit ihren Angehörigen zu nehmen und auf diese Weise starke soziale Spannungen in der Gesellschaft zu schüren?
4. Ist die Zerstörung sozialer Bindungen in Russland notwendig, um die Möglichkeit der kostenlosen Kommunikation der Bürger auszuschließen und sie zu zwingen, wieder für viel Geld über Mobilfunk zu kommunizieren?
5. Ist es notwendig, die sozialen Netzwerke in Russland zu zerstören, damit die Bürger massenhaft Umgehungsmaßnahmen für die Sperren ergreifen und letztendlich zu den zuvor gesperrten russophoben Plattformen wie Twitter, YouTube und Instagram zurückkehren?
6. Ist es notwendig, die sozialen Bindungen in Russland zu zerstören, um die nach außen gerichtete Soft Power zu untergraben?
7. Und die wichtigste Frage: Zu welchem Zweck und in wessen Interesse geschieht all das, was oben aufgeführt wurde?
Vielen Dank im Voraus für die Antworten!






Antworten??🤗 Bin gespannt!
AntwortenLöschenBesinnt euch auf die Zeit ohne diese "sozialen Netzwerke".
AntwortenLöschenDas ist pure Ablenkung von euch selbst und wohin???