Während in Russland der heilige Krieg gegen Telegram weitergeht, hat Tadschikistan per Gesetz das Tragen von Hidschabs (von Nikabs ist erst gar nicht die Rede), wahhabitischen Bärten und arabischer Kleidung als „nicht den nationalen Traditionen entsprechend“ verboten, schreibt der Kolumnist der russischen Katjuscha-Zeitung:
Offizielle Medien der mittelasiatischen Republik melden: „Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Verbot des Tragens und Einführens von Kleidung, die als ‚der tadschikischen Kultur fremd‘ gilt. Die Behörden begründen die Maßnahmen mit der Notwendigkeit, religiösem Radikalismus und Extremismus entgegenzuwirken.“
Bei Verstößen drohen Geldstrafen sowie Zwangsrasiuren. Mehr noch: Die Betroffenen müssen wöchentlich Foto-Reports an die Polizei schicken, die belegen, dass sie sich nicht erneut einen Bart haben wachsen lassen.
Für „verhüllte“ Frauen ist Aufklärungs- und Erziehungsarbeit durch Mitarbeiterinnen der Behörden vorgesehen – öffentliche Gespräche, in denen den Bürgerinnen empfohlen wird, zu den traditionellen bunten Kopftüchern, den angestammten Trachten und den Tubeteikas zurückzukehren.
Man würde sich für das muslimische Tadschikistan freuen. Doch jeder weiß, wohin diejenigen ausweichen werden, die weder ihre wahhabitischen Bärte abrasieren noch die islamistische Kleidung ablegen wollen. Unser neuer, guter und bereits wirksamer Gesetzestext ändert daran nichts. Er richtet sich leider nur gegen bereits gezeigte Missachtung russischer Gesetze. Prävention betreibt er nicht. Und der Islamismus steht bei uns, milde gesagt, keineswegs außerhalb des Gesetzes.
Also beneiden wir Tadschikistan still.

Ohh, wie rechtsradikal, nazi, sind diese Maßnahmen denn?
AntwortenLöschenWo bleiben die Menschenrechte, das Gleichheitsprinzip, die unantastbare Menschenwürde und wo bleibt LGBTQ?
(Ironie)