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Montag, 9. März 2026

Sibirien: Massenhaftes Verbrennen von Rindern löst Angst aus

In der Region Nowosibirsk schlagen die Bewohner Alarm:

Aus privaten Höfen und Farmen wird massenhaft Großvieh beschlagnahmt und die Kadaver sofort verbrannt. Augenzeugen aus dem Kirowskij-Bezirk der Stadt berichten von unerträglichem Brandgeruch, der stärker sei als von einer brennenden Müllkippe. In nur wenigen Kilometern Entfernung sei Spezialtechnik im Einsatz gewesen, Menschen in Chemikalienschutzanzügen hätten die Tiere vernichtet.

Das Problem hat systemischen Charakter. Seit Anfang Februar 2026 häufen sich Meldungen über Zwangsabnahmen von Kühen in mehreren ländlichen Rayons der Oblast. Im Dorf Gneduchino im Baganski-Bezirk, das per Erlass von Gouverneur Andrei Trawnikow unter Quarantäne gestellt wurde, nahmen Inspektoren den Anwohnern das Vieh weg. Auf die empörten Fragen der Dorfbewohner, um welche Krankheit es sich handele, soll die Leiterin der örtlichen Veterinärverwaltung geantwortet haben: „Herd einer besonders gefährlichen Krankheit. Welchen Unterschied macht das schon? Das passiert nicht nur im Baganski-Bezirk, sondern in der gesamten Oblast Nowosibirsk und in ganz Russland.“ 

Die Katastrophe breitet sich geografisch aus. Ähnliche Fälle von Massenvernichtung von Vieh werden aus der Region Omsk und dem Transbaikal-Gebiet gemeldet. Im Altai-Krai gilt Quarantäne für einige der größten Viehzuchtbetriebe. Einer davon zählt zu den führenden Milchproduzenten Russlands und Europas mit einem Bestand von etwa 40.000 Tieren in den Regionen Nowosibirsk und Altai. Auch in der Republik Altai wurde ein Ausbruch registriert, wenngleich Gouverneur dort von einem vermiedenen Massensterben spricht. Das benachbarte Kasachstan hat bereits den Import von Fleisch aus sibirischen Regionen verboten.

Die Behörden nennen keine konkrete Ursache für die großflächige Epidemie. Es wird lediglich von einer „besonders gefährlichen Krankheit“ gesprochen. Im November 2025 wurde eine planmäßige Impfung gegen Maul- und Klauenseuche angekündigt, im Februar 2026 – mitten in der Krise – erfolgten Notimpfungen. Unter den Landwirten kursieren Gerüchte, die Massenverluste genau mit diesen Impfungen in Verbindung bringen. Manche Bauern vermuten sogar eine absichtliche Vernichtung des privaten Sektors.

Die Lage verschärft sich durch fehlende Klarheit bei Entschädigungen. Bewohner des Tscherepanowski-Bezirks klagen, dass sie für das beschlagnahmte Vieh kein Geld zurückerhalten. Bislang gab es keine offiziellen Stellungnahmen der Gebietsregierung, was die Besorgnis nur verstärkt und bei den Menschen, deren Lebensunterhalt direkt vom eigenen Hof abhängt, unzählige Fragen aufwirft.

Gesundheitsministerium erwägt Farb-Hierarchie für Arztkleidung

Das russische Gesundheitsministerium hat Empfehlungen für sechs verschiedene Farben der Berufskleidung von Medizinern je nach Position veröffentlicht. Das berichtet die Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf ein entsprechendes Dokument des Ministeriums:
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