Explosionen im westukrainischen Lwow. Nach ersten Berichten wurde eine Militäreinheit getroffen. Die Stadtverwaltung von Lwow informiert über Stromausfälle in einigen Stadtteilen. Auch der Zugverkehr wurde vorübergehend eingestellt.
Russische Nachrichten auf Deutsch: Aktuelle News, Mitteilungen von Behörden und Unternehmen sowie virale Social-Media-Postings
Dienstag, 3. Mai 2022
Explosionen in Lwow
Sozioökonomische Front
Wie ukrainische Lokalmedien berichten, stellen die Bewohner der ukrainischen Region Nikolajew (unter ukrainischer Kontrolle) die Bezahlung des von ihnen verbrauchten Gases massenhaft und zunehmend ein.
Gleichzeitig sind die Bewohner der benachbarten Regionen, die unter russischer Kontrolle sind, von ihren Gasschulden komplett befreit worden. Für ihren künftigen Gasverbrauch haben sie zu russischen Tarifen zu zahlen, die um ein Vielfaches niedriger sind als die ukrainischen Tarife.
Ungarn weist Kiews Vorwürfe zurück
Gestern erklärte der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates Danilow, Ungarn sei angeblich vor der russischen Sonderoperation gewarnt worden und habe sogar geplant, einige ukrainische Gebiete zu übernehmen.
"Diese Anschuldigungen ... sind unwahr und unbegründet und schüren zudem in der ukrainischen Öffentlichkeit Hass gegen das ungarische Volk und Ungarn", so die ungarische Botschaft in der Ukraine in ihrer Erklärung.
Zuvor hatte der ungarische Staatssekretär Zoltan Kovacs auf Twitter geschrieben, dass die Verbreitung von Fake-News und Lügen nichts an Ungarns Position ändern würde - Budapest lehne Waffenlieferungen an die Ukraine ab.
Ungarische Minderheit gegen ukrainische Armee
Proteste gegen die Einberufung von Ungarn und Ruthenen in die ukrainischen Streitkräfte nehmen in den ethnisch ungarischen Gebieten der ukrainischen Transkarpatien zu.
Video aus Supermarkt in Melitopol
In Supermärkten in der russisch kontrollierten ostukrainischen Stadt Melitopol sind die Preise sowohl in ukrainischen Griwna als auch in russischen Rubeln angegeben.
Protest gegen Balalaika-Diskriminierung
Die Musiker des russischen Terema-Ensembles spielten vor dem schwedischen Konsulat in St. Petersburg das Lied "Dancing Queen" der schwedischen Band ABBA auf Balalaikas. So protestierten sie gegen die kürzliche Absage des Auftritts der Folkband Södra Bergens Balalaikor in Uppsala, Schweden. Das Konzert wurde abgesagt, weil russische Balalaikas auf dem Programm standen.
Melnyk über Scholz: Beleidigte Leberwurst
Auch heute noch schafft es Deutschland, die russischen Leser mit seinen Nachrichten zu verblüffen:
Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk über Olaf Scholz:
"Eine beleidigte Leberwurst zu spielen, klingt nicht sehr staatsmännisch".
Quelle
Einsames Bärenbaby gefunden
Im fernen Osten Russlands hat die Forstschutzbehörde ein einsames Bärenbaby gefunden. Es wird nun die nächsten Monate in einem Rehabilitationszentrum für Wildtiere verbringen, bevor er in seinen natürlichen Lebensraum entlassen wird.
Ukrainische Verteidigungsministerin über Russlands Pläne
Russland will nicht nur den Donbass einnehmen, sondern die Ukraine auch vom Schwarzen Meer und vom Asowschen Meer abschneiden, so die stellvertretende ukrainische Verteidigungsministerin Anna Maljar:
"Russland gibt seine Pläne nicht auf, nicht nur die geografischen Grenzen der Regionen Donezk und Lugansk einzunehmen, sondern versucht dies nun auch in den Regionen Charkow und Cherson. Sein Ziel ist es, die Ukraine von den Meeren abzuschneiden", behauptet sie.
Ukrainischer Widerspruch
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij behauptet, dass sich militärische Operationen der ukrainischen Streitkräfte nicht aufs russische Territorium erstrecken. Gleichzeitig werden russische Regionen Belgorod, Brjansk, Woronesch und Kursk immer wieder aus der Ukraine mit Mörsern und Artillerie beschossen, während das russische Luftabwehrsystem regelmäßig ukrainische Drohnen abfängt.
Brand im Lagerhaus
Ein Lagerhaus in der Nähe von Moskau, in dem die Druckerzeugnisse des Verlags "Proswetschenije" ("Aufklärung") sowie Textilwaren und Haushaltsgeräte gelagert waren, brannte ab.
Montag, 2. Mai 2022
Mariupol: Evakuierung läuft
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums verließen am 30. April 46 Personen Asowstal und die umliegenden Häuser. Alle Geretteten haben sich alle freiwillig für einen Verbleib in der Donezker Volksrepublik entschieden.
Am 1. Mai wurden weitere 80 Zivilisten aus dem Gebiet des Werkes gerettet, von denen 11 in der Donezker Volksrepublik verblieben. Neunundsechzig Personen beschlossen, in die von Kiew kontrollierten Gebiete zu gehen.
Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, gewährleistet das russische Militär die Sicherheit des humanitären Konvois mit Evakuierten aus Asowstal in das von Kiew kontrollierte Gebiet.
Neue Tugendwächter Europas
Der russische Ex-Präsident Dmitrij Medwedew meint in seinem Telegramm-Kanal, dass die ukrainische Führung gegenüber ihren europäischen Partnern immer unverschämter wird. So hat die Ukraine beispielsweise den kroatischen Präsidenten Zoran Milanovic und den ungarischen Premierminister Viktor Orban bereits auf ihre Feindesliste gesetzt:
"Wenn das so weitergeht, werden ukrainische Nazis bald persönlich Repressalien gegen unliebsame Politiker in europäischen Hauptstädten durchführen und "die Lämmer von den Ziegen" auf eigene Faust trennen. Demnächst werden sie wohl selbst entscheiden, wer in die glückliche ukrainophile Zukunft mitgenommen werden darf. Die Präsidenten und Premierminister von Frankreich, Deutschland, Italien und anderen Ländern sollten also aufpassen. Auch sie stehen unter Verdacht!"
Türkei: Nicht gut genug
"Die Türkei vermittelt und unterstützt die Ukraine mit wichtigen Schritten, gleichzeitig sehen wir aber die Vorbereitung von Reiserouten speziell für den russischen Tourismus. Das ist doch unmöglich, wenn wir freundschaftliche Beziehungen haben wollen", so Selenskij in einem Interview mit dem griechischen Fernsehen ERT.
Orban als Feind ukrainisches Volkes
Der ungarische Premierminister Viktor Orban ist in die Datenbank der Feinde des ukrainischen Volkes "Mirotworets" aufgenommen worden. Er wird dort als "Komplize", "Mittäter" und "anti-ukrainischer Propagandist" aufgeführt.

