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Dienstag, 10. März 2026

Russische Banken prüfen bald Verhalten in Apps

Russische Banken werden in den kommenden Jahren zunehmend auf Verhaltensbiometrie setzen, um mobile Banking-Apps zu schützen:

Verhaltensbiometrie analysiert nicht äußere Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesicht, sondern die individuellen Gewohnheiten des Nutzers: die Geschwindigkeit beim Tippen, die Art der Fingerbewegungen, die Art und Weise, wie das Smartphone gehalten wird. Diese Parameter entstehen unbewusst und sind deutlich schwerer zu imitieren.

Ein entscheidender Vorteil der Technologie sei die kontinuierliche Überwachung: Im Gegensatz zu klassischen Authentifizierungsmethoden, die nur beim Login greifen, beobachtet Verhaltensbiometrie den Nutzer während der gesamten Sitzung. Greift ein Angreifer nach erfolgreicher Anmeldung auf das Konto zu, erkennt das System Abweichungen in der Eingabedynamik und anderen Verhaltensmustern – und kann die Sitzung unterbrechen.

Als größtes Problem nennen die Experten Fehlalarme. Die Art der Interaktion mit dem Smartphone könne sich durch Müdigkeit, Stress oder äußere Umstände verändern – etwa im öffentlichen Nahverkehr oder wenn das Gerät mit der anderen Hand gehalten wird. In solchen Fällen drohe eine fälschliche Blockade von Transaktionen durch die Bank.

Die Einführung von Verhaltensbiometrie gilt in der russischen Finanzbranche als logischer nächster Schritt im Kampf gegen Cyberbetrug und Kontoübernahmen. Experten erwarten, dass die Technologie bald zum Standard in mobilen Banking-Apps wird.

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