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Montag, 17. April 2023

Moskau über eklatantes Verhalten Tschechiens

Das russische Außenministerium hat die Übergabe der Panzer, die Marokko gehören, an Kiew als eklatant bezeichnet. Das Ministerium bezeichnete dies als faktische Enteignung, so die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa, in einem am Montag veröffentlichten Kommentar.
Das russische Außenministerium sieht in der Übergabe der marokkanischen Panzer eine weitere Manifestation eines feindlichen antirussischen Kurses der Tschechischen Republik. "Prag zögert nicht, grundlegende Normen des internationalen Rechts zur Regelung des Waffenhandels zu verletzen und fremdes Eigentum zu beschlagnahmen", betonte Sacharowa.
Das russische Außenministerium wies darauf hin, dass die tschechische Führung ihr Land zu einem der Hauptstandorte für die Produktion, Reparatur und Modernisierung der in die Ukraine gelieferten militärischen Ausrüstung gemacht habe.

Mehr offene Stellen in Russland

Im März dieses Jahres stieg die durchschnittliche Zahl der offenen Stellen шт Russland im Vergleich zum Januar 2023 um 28,4 %. Gleichzeitig war das erste Quartal insgesamt in Bezug auf die Aktivität der Arbeitgeber im Vergleich zu Oktober-Dezember 2022 besser: Die Zahl der Anzeigen stieg um 17 %. Dies geht aus einer Studie der Job-Dienste Rabota.ru und SberPodbor hervor.

Umfrage: Stolz auf die Staatsbürgerschaft

Das Zentrum für zivilgesellschaftliche Studien der russischen Hochschule für Wirtschaft hat die Ergebnisse einer im Dezember 2022 durchgeführten Umfrage veröffentlicht:
Fast die Hälfte der Russen (48%) ist stolz darauf, Bürger ihres Landes zu sein. Im Jahr 2021 lag dieser Anteil noch bei 28 %. Jeder vierte Befragte (25 %) empfindet dahingehend ein "ruhiges Vertrauen". Der Anteil derjenigen, für die die russische Staatsbürgerschaft keine Gefühle weckt, sank im Laufe des Jahres von 23 % auf 13 %.

Positive Wirkung der Militäroperation

Rustam Abuschajew, das Stadtoberhaupt von der Stadt Bolschoi Kamen (russische Region Primorje, Ferner Osten), der auf der Fahndungsliste der russischen Polizei steht, veröffentlichte in seinem Telegrafenkanal ein Video, in dem er sagt, er befinde sich in Gebiet der Militäroperation in der Ukraine. Er erklärt nun, er wolle "sein Land und sein Volk verteidigen".
Abuschajew wurde Ende März wegen betrügerischer Grundstücksgeschäfte in den Vororten von Wladiwostok und illegaler Geschäftspraktiken auf die föderale Fahndungsliste gesetzt.

Russischer Drohnen-Detektor

Kaspersky Lab hat einen mobilen Drohnen-Detektor entwickelt. Es soll bei öffentlichen Veranstaltungen, zum Schutz von Privateigentum und der Verkehrsinfrastruktur eingesetzt werden. Der Drohnen-Detektor von Kaspersky erkennt den Standort der gängigsten Drohnenmodelle in einem Umkreis von bis zu 1 km sowie den Standort des Betreibers. Er wiegt weniger als 5 kg und passt in eine Aktentasche von der Größe eines Handgepäcks. Das Gerät kann bis zu zwei Stunden lang autonom operieren.

Drohnen-Detektor von Kaspersky

Kampfbereitschaft der Flotte maximal

Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat Präsident Putin über den Verlauf einer Überraschungsinspektion der Pazifikflotte berichtet. Ihm zufolge sei die Kampfbereitschaft der Flotte maximal. Putin seinerseits lobte die erste Phase der Inspektion und wies an, derartige Veranstaltungen auch in anderen Flotten durchzuführen.

Türkische Empörung

Eine Welle der Empörung unter den Lesern der türkischen Medien wurde durch den ukrainischen Verteidigungsminister Aleksej Resnikow ausgelöst, der sagte, dass die Verluste der ukrainischen Streitkräfte bei Kampfhandlungen "geringer sind als die Zahl der Todesopfer bei dem Erdbeben in der Türkei".
Die Türken weisen empört darauf hin, dass es keinen Sinn macht, solche Dinge zu vergleichen. "Ich verstehe nicht, warum du so was mit einem Erdbeben vergleicht, du Idiot!", schrieb einer von ihnen.
Einem anderen Leser zufolge klingen die Worte des ukrainischen Ministers wie Hohn: "Seht euch diesen Mann an, er benutzt unsere Opfer für seine Politik. Ich kann das einfach nicht glauben." Ein anderer Leser meint, es sei unethisch, Zivilisten eines anderen Landes, die bei einem Erdbeben ums Leben gekommen sind oder Angehörige verloren haben, mit denen zu vergleichen, die mit Panzern und Gewehren kämpfen. Bemerkenswert ist auch der Kommentar eines weiteren türkischen Lesers: "Irgendwie haben sie es wieder geschafft, ihr eigenes Problem mit uns in Verbindung zu bringen."

Maag statt Zara

Die Zara-Geschäfte in den grössten Einkaufszentren Russlands werden ab 1. Juni 2023 unter dem neuen Namen Maag den Betrieb wieder aufnehmen. Auf der Website des Unternehmens steht, dass bald 65 Geschäfte im ganzen Land eröffnet werden.

Starke Zunahme von Datenlecks

Die Zahl der geleakten persönlichen Datensätze übersteigt die Einwohnerzahl Russlands um ein Vielfaches: InfoWatch schätzt, dass im Jahr 2022 mehr als 667 Millionen solcher Informationen kompromittiert wurden.

  • Etwa 80 % der Datenlecks waren auf die Beteiligung sowohl externer als auch interner Täter zurückzuführen.
  • Der Anteil der Lecks in der Kategorie "Geschäftsgeheimnis" hat sich verdoppelt.
  • Der Anteil der Lecks in den Bereichen Einzelhandel, Industrie, Verkehr und Energie ist am stärksten gestiegen.

Ein wichtiger Trend im Jahr 2022 ist, dass Cyberkriminelle Daten nicht stehlen, um Geld zu verdienen, sondern um den Ruf oder die Wirtschaftskraft eines russischen Unternehmens oder seiner Kunden zu schädigen.

Basisstation für russisches 5G-Netz

Russland hat eine eigene Basisstation für die fünfte Generation der Mobilkommunikation entwickelt. Die erste Charge von Geräten für den Aufbau eines 5G-Pilotnetzes ist bereits einsatzbereit.
Die Basisstation ist ein komplexer Hardware- und Softwarekomplex, der sowohl Software- als auch Hardwaremodule umfasst, die von dem russischen Industriepartner des Projekts auf Anfrage von Betreibern und anderen Kunden hergestellt werden. Die erste Charge, die für den Aufbau eines 5G-Pilotnetzes bestimmt ist, ist bereits fertig. Bis Ende 2023 sollen 100 solcher Stationen produziert werden.
Im Jahr 2022 haben ausländische Hersteller von Telekommunikationsausrüstung für Mobilfunknetze wie Ericsson, Nokia und Huawei, die Lieferung von Ausrüstung nach Russland eingestellt, was die Pläne zur Einführung von 5G-Netzen verlangsamt hat. Bis 2023 wurden die Netze der russischen Mobilfunkbetreiber ausschließlich mit Basisstationen ausländischer Unternehmen aufgebaut.

Basisstation für 5G-Netz in Russland

Russisches Monitoring von Ausfällen online

Das russische Äquivalent des internationalen Downdetector-Dienstes ist jetzt im Internet verfügbar. Der Dienst heißt "Monitoring Sbojew" (= russ. für Monitoring von Ausfällen). Er informiert über Probleme mit dem Betrieb beliebter Internetressourcen und Anwendungen in Russland und überwacht deren Stabilität.
Die Nutzung vom Monitoring ist kostenlos. Jeder Nutzer kann also die Stabilität von Internetressourcen gebührenfrei untersuchen. Man kann auch selbständig eine Störung im Betrieb eines bestimmten Netzservices melden. Dazu sucht man nach der gewünschten Ressource und klickt auf "Problem mit dem Service".
Das Portal verfügt auch über einen Dienst für Fachleute. Er heißt Looking Glass und liefert Informationen über IP-Adressen, autonome Systeme und optimale Verkehrswege.

Monitoring von Ausfällen

Sonntag, 16. April 2023

Chinesischer Verteidigungsminister im Kreml

Der Kreml hat ein Video des Treffens von Wladimir Putin mit dem chinesischen Verteidigungsminister Li Shangfu veröffentlicht. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu war ebenfalls anwesend.
Putin auf dem Video:
Lieber Genosse Minister! Es ist mir eine große Freude, Sie zu sehen. Sie sind nach einem Besuch unseres und meines persönlichen großen Freundes, Genosse Xi Jinping, in Russland eingetroffen. Ich möchte noch einmal betonen, dass der Besuch sehr produktiv war. Wir haben über die Zusammenarbeit im militärischen Bereich gesprochen. Die Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern läuft in allen Bereichen sehr gut: in der Wirtschaft, im sozialen, kulturellen und bildungspolitischen Sektor. Aber auch im militärischen Bereich.


Vorbereitung einer Provokation

Laut russischer Funkaufklärung sind französische Journalisten in der Nähe von Guljaypole, Region Saporoschje, eingetroffen, wahrscheinlich um provokative Videoberichte über angebliche Angriffe der russischen Wostok-Truppengruppe auf zivile Infrastruktur und zivile Gebiete vorzubereiten, so das russische Verteidigungsministerium.

China weitet Wehrpflicht aus

China weitet die Wehrpflicht auf Veteranen und Studenten aus, um die Kampfkraft des Landes zu verbessern. China hat diese Änderungen als notwendigen Schritt zur Modernisierung der Volksbefreiungsarmee (PLA) und zur Verbesserung ihrer Kampfkraft bezeichnet.

Wehrpflicht in China

Einfuhrverbot für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Ukraine

Polen hat offiziell die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der Ukraine bis zum 30. Juni 2023 verboten, heißt es in einer Erklärung. Das betrifft sowohl pflanzliche als auch tierische Erzeugnisse. Auch Ungarn hat die Einfuhr von Agrarerzeugnissen aus der Ukraine vorübergehend verboten.

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