Der dem Kreml nahestehende russische Großunternehmer Konstantin Malofejew schreibt heute in den sozialen Netzwerken:
Die zweite Welle der Kraftstoffkrise ist da. Nur noch ein Drittel der Tankstellen verfügt über Benzin. Erneut haben sich Warteschlangen gebildet. Mengenbeschränkungen und ein Verbot von Kanistern gelten nahezu überall. Es gibt nichts mehr, womit man Generatoren betanken oder benzinbetriebene Rasenmäher starten könnte.
Vor 42 Tagen forderte Wladimir Putin den aktiven Bau von Mini-Raffinerien: "Je dichter das Netz, desto schwieriger ist es, ihm Schaden zuzufügen." Schon zuvor waren die technischen Vorschriften vereinfacht worden. Wer gewollt hätte, hätte in dieser Zeit Hunderte von "Samowaren" – wie man die Hausanlagen zur Benzindestillation in den 90er Jahren nannte – zusammenbauen und in Betrieb nehmen können. Doch davon ist nichts zu sehen. Die Beamten zögern bei den Genehmigungen, die Unternehmer fürchten die Beamten, und die Ölmonopolisten treiben die Rohstoffe ins Ausland. Ende Juni wurden Rekordmengen von 4,72 Millionen Barrel pro Tag exportiert – zu einem Zeitpunkt, als die Tankstellen bereits leer waren.
Mit freundlichen Worten und strengen Anordnungen lässt sich mehr erreichen als nur mit freundlichen Worten. Es ist an der Zeit, den Regionen klare Vorgaben und Fristen für die Zahl der in Betrieb genommenen "Samoware" zu setzen. Die Einhaltung ist zu kontrollieren, und Sabotage muss gegebenenfalls unverzüglich bestraft werden. Egal, wie sehr die Drohnen auch jagen – ein Land mit riesigen Ölreserven hat kein Recht, ohne Treibstoff dazusitzen.

"...ein Land mit riesigen Ölreserven hat kein Recht, ohne Treibstoff dazusitzen." Es hat nicht nur kein Recht, es ist eine riesengroße Schande für das Land!
AntwortenLöschenWenn er dem Kreml nahe steht, würde ich an der Türe zu Putin anklopfen. Oder stehen die Ölmonopolisten über Putin?
AntwortenLöschenDer Moskauer Kreml ist ziemlich groß und hat unzählige Türen. „Dem Kreml nahestehen“ bedeutet wohl kaum, dass man unbedingt an die Haupttür klopfen darf.
LöschenVergleichbar wäre, wenn ich bei Merz an die Türe klopfe (nach seinem "wohlverdienten" Urlaub) und mit ihm über "Regieren für das Volk" sprechen wollte.
LöschenErschwerend käme hinzu, dass ich der Buntenregierung nicht nahestehe, ganz im Gegenteil!
Ob Putin von der Treibstoffknappheit Kenntnis hat?