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Dienstag, 4. Oktober 2022

Dänemark besorgt über Drohnenaktivitäten

Die dänische Polizei hat nach eigenen Angaben Daten über Drohnenaktivitäten in der Nähe eines Gasfeldes in der Nordsee erhalten.

Amerikaner zu 4,5 Jahren Gefängnis verurteilt

Ein Amerikaner ist in Russland zu 4,5 Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er einen Polizeibeamten in Woronesch angegriffen hat. Robert Gilman, 28, wurde der Gewaltanwendung gegen einen Vertreter einer Behörde für schuldig befunden. Im Januar dieses Jahres war der Mann in einem Zug von Suchum nach Moskau unterwegs. Er war betrunken und verhielt sich aggressiv. In Woronesch wurde der Amerikaner aus dem Zug geholt und auf die Polizeiwache gebracht, wo er versuchte, den Beamten zu treten. Gilman bekannte sich schuldig. Er wird seine Strafe in einer Strafkolonie verbüßen.

Hauptquartier ukrainisches Luftkommandos getroffen

Russisches Verteidigungsministerium: Ein Präzisionsschlag der russischen Luftstreitkräfte am südwestlichen Stadtrand von Dnepropetrowsk hat das Hauptquartier des Wostok-Luftkommandos der ukrainischen Armee getroffen.

Mehr Getreideernte dank neuer Gebiete

Russisches Landwirtschaftsministerium: Russland könnte seine Getreideernte durch den Beitritt neuer Gebiete um etwa 5 Mio. Tonnen steigern.

Zwischenergebnis der Teilmobilisierung

Wie Verteidigungsminister Sergej Schoigu mitteilt, haben sich im Rahmen der am 21. September begonnenen Teilmobilisierung mehr als 200.000 Personen den russischen Streitkräften angeschlossen. Die Ausbildung der mobilisierten Bürger findet auf 80 Übungsplätzen und in sechs Ausbildungszentren statt.

Lukaschenko: Auf alles gefasst

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko rät davon ab, "in naher Zukunft einen Abbau der Spannungen zu erwarten". Bei einem Treffen im Verteidigungsministerium stellt er fest, dass Minsk auf jede Variante der militärisch-politischen Situation vorbereitet sein müsse.

Montag, 3. Oktober 2022

Katharina unter Sanktionen

Die russische Regierung hat Sanktionen gegen den deutschen Gasspeicher 'Katharina' verhängt. Das Gasspeicherprojekt 'Katharina' wurde vor Beginn der Feindseligkeiten in der Ukraine von Gazprom und dem deutschen Gasunternehmen VNG auf paritätischer Basis durchgeführt. Der Projektbeschreibung zufolge "verfügt der Kavernenspeicher über zwölf Kavernen mit einem Arbeitsgasvolumen von mehr als 600 Mio. Kubikmeter Erdgas. Dies reicht aus, um rund 330.000 Haushalte ein Jahr lang mit Erdgas zu versorgen". Nach Angaben des Gasspeichers stehen 460 Mio.Kubikmeter Erdgas zum 03.10.2022 in seiner Bilanz. Allerdings sind wohl nun keine weiteren Einspeisungen durch Gazprom möglich.

Gasspeicher Katharina

Kandidat für das Guinness-Buch

Der tschetschenische Chef Ramsan Kadyrow möchte sich für das Guinness-Buch der Rekorde als der Mensch mit den meisten verhängten Sanktionen bewerben. Kadyrow zufolge würden etwa 70 Beschränkungen gegen ihn, sein Eigentum und sein Umfeld verhängt. "Ich habe sogar den nordkoreanischen Staatschef überholt, und über ihn werden Hollywood-Filme gedreht", meint Kadyrow ironisch. Er erklärt sich auch bereit, die Hauptrolle im Film über sich selbst zu spielen.

Flucht aus dem Hausarrest

Marina Owsjannikowa, die ehemalige Redakteurin des Ersten russischen Fernsehkanals und aktive Gegnerin der Militäroperation in der Ukraine, konnte in der Nacht zum 1. Oktober zusammen mit ihrer 11-jährigen Tochter aus dem Hausarrest fliehen. Ein Moskauer Gericht hatte angeordnete, dass die Frau bis zum 9. Oktober zu Hause bleiben muss. Das russische Innenministerium hat sie nun auf eine Fahndungsliste gesetzt.

Marina Owsjannikowa

Polen: Unmoralisches Angebot

Der russische Botschafter in Polen Sergej Andreew wurde in das polnische Außenministerium einbestellt. Beim Verlassen des Ministeriums teilte er mit, er habe den folgenden polnischen Vorschlag bekommen: Er soll die stattgefundenen Referenden verurteilen, und im Gegenzug bekommt er die Unterstützung der polnischen Behörden.


Litauen: Immer weniger Diplomatie

Litauen weist den russischen diplomatischen Geschäftsträger aus. Dies teilte das Außenministerium des Landes mit. Vor einigen Monaten hat Litauen bereits den russischen Botschafter ausgewiesen.

03.10.22: Kreml-Briefing

Das Wesentliche aus dem Briefing des Kremlsprechers Dmitrij Peskow am 03. Oktober 2022:
  • Russland beobachtet die Situation im Zusammenhang mit dem Versuch der Ukraine, der NATO beizutreten, aufmerksam.
  • Die Ausrichtung der Ukraine auf die NATO und die Bestätigung ihrer künftigen Mitgliedschaft im Bündnis ist einer der Gründe für die militärische Operation in der Ukraine.
  • Friedensgespräche mit Japan zu einer Zeit, in der Tokio Sanktionen verhängt und der Ukraine Militärhilfe leistet, sind unmöglich.
  • Ohne die Nord Stream-Lieferungen werden die USA in der Lage sein, mehr LNG zu einem hohen Preis zu verkaufen.
  • Moskau hat keine Ahnung, wie schnell Nord Stream wiederhergestellt werden kann und mit welchen Ländern eine Zusammenarbeit in dieser Frage möglich wäre.
  • Der Kreml schenkt neuen Sanktionen keine Beachtung: Sie wirken wie ein Bumerang auf diejenigen zurück, die sie verhängt haben.

Versuchte Brandstiftung in Kasan

Ein Schulmädchen aus Kasan hat versucht, Militärkommissariat in Brand zu setzen. Gegen 4 Uhr morgens kam eine Elftklässlerin zum Militärkommissariat und warf zwei Molotowcocktails aufs Gebäude. Die Flaschen erreichten jedoch das Gebäude nicht, dafür fing das Gras in zwei Metern Entfernung Feuer. Das Mädchen wurde festgenommen und auf die Polizeiwache gebracht.

Freiwillige in Kurgan

Die russische Region Kurgan hat die Entsendung von mobilisierten Bürgern ausgesetzt, da sich zahlreiche Freiwillige gemeldet haben, die zur Erfüllung des Mobilisierungsplans für die Region beigetragen haben:
"Die Einwohner von Kurgan, die freiwillig zu den Mobilisierungsstellen kamen, halfen bei der raschen Bildung und Entsendung von Gruppen zu den Militäreinheiten", so das Militärkommissariat von Kurgan.

Russen gegen "Hartwährungen"

Laut einer Umfrage des russischen Zentrums für Meinungsforschung würden 80 % der Russen keine US-Dollar und Euro in bar kaufen wollen, selbst wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Weitere 13 % gaben an, dass sie gerne Devisen kaufen würden, während 4 % angaben, dass sie bereits Dollar bzw. Euro besitzen.

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