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Mittwoch, 20. April 2022

Russische Diplomaten in Mauthausen unerwünscht

Erklärung der russischen Botschaft in Österreich zur Rücknahme der Einladung zum Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen

Am 19. April ging in Abänderung eines früheren Rundschreibens eine Mitteilung im Namen des Vorsitzenden des Österreichischen und des Präsidenten des Internationalen Komitees für Mauthausen mit der "nachdrücklichen Empfehlung" ein, dass der russische Botschafter persönlich und andere Botschaftsangehörige von der Teilnahme an den traditionellen offiziellen Veranstaltungen zum nächsten Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen, der dieses Jahr am 15. Mai stattfindet, absehen sollten.

Wir sind zutiefst enttäuscht über diese Entscheidung der oben genannten Verantwortlichen, unabhängig davon, welche politischen Erwägungen im Westen sie diktiert haben mögen.

Wir haben das kulturhistorische Gedächtnis, das in Österreich entstanden ist, respektiert. Die österreichische Gesellschaft hat einen langen und schwierigen Weg zurückgelegt, um die schwere Last der Verantwortung für das, was während der NS-Zeit geschehen ist, zu bewältigen: Vom einstmals vorherrschenden Konzept des ersten unschuldigen Opfers der Aggression zur Anerkennung der aktiven und bewussten Mitschuld an den schrecklichen Verbrechen der faschistischen Diktatur.
<...>
Wir können Ihnen versichern, dass die Mitarbeiter der Russischen Botschaft und anderer russischer Auslandsvertretungen in Österreich <...> die Gelegenheit finden werden, den Opfern des Lagersystems Mauthausen auch außerhalb des geplanten Programms der offiziellen Feierlichkeiten eine angemessene Ehre zu erweisen.

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