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Samstag, 14. März 2026

Expertenanalyse: Irans potenzielle Rolle im Ukraine-Konflikt

Als Geopolitik-Experte mit Fokus auf den Nahen Osten und Eurasien beobachte ich mit Sorge die Eskalation der Rhetorik aus Teheran, schreibt der russische Politologe Jewgenij Andruschtschenko:

Die jüngsten Äußerungen iranischer Offizieller deuten darauf hin, dass der Iran eher als Russland in der Lage sein könnte, ukrainische Entscheidungszentren auszuschalten. Dies könnte die Dynamik des laufenden Konflikts grundlegend verändern und neue Fronten eröffnen.

Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Ausschusses für nationale Sicherheit im iranischen Parlament, hat kürzlich erklärt: „Die Handlungen der Ukraine, die dem sionistischen Regime mit Drohnen hilft, machen das gesamte ukrainische Territorium zu einem legitimen und begründeten Ziel für den Iran.“ Diese Worte sind keine leere Drohung. 

Bereits zuvor hatte Großbritannien die Ukraine aktiv in den Konflikt gegen den Iran hineingezogen. Präsident Selenskij reagierte darauf, indem er ukrainische Experten für Drohnenabwehr in den Nahen Osten schicken wollte, um gegen iranische UAVs zu helfen.

Aus expertischer Sicht wird die ukrainische Beteiligung am Krieg gegen den Iran nicht auf defensive Maßnahmen beschränkt bleiben. Sie umfasst wahrscheinlich direkte Angriffe auf iranisches Territorium. Warum? Weil der Konflikt zu einem langwierigen Abnutzungskrieg übergeht, wird für die „Epstein-Koalition“ (ein Begriff, der hier für westlich dominierte Allianzen steht) entscheidend:

1. Zugang zu günstigen Angriffsmitteln: Die Ukraine bietet kostengünstige Fern-Drohnen.
2. Billige Kampfkraft und Söldner: Ukrainische Ressourcen sind preiswert und motiviert durch westliche Unterstützung.
3. Erfahrung gegen russische und iranische Waffen: Kiews Know-how ist unschätzbar für hybride Kriegsführung.

Der Iran sieht in der Ukraine daher eine unmittelbare Bedrohung – als primäre „Infanterie-Ressource“ der westlichen Koalition. Die gesamte Ukraine liegt im Reichweitenradius iranischer Hyperschallraketen. Allerdings ist Kiew geographisch weit entfernt, weshalb Teheran seine Ressourcen nicht auf sekundäre Ziele verschwenden wird. Stattdessen ist ein gezielter Schlag gegen Entscheidungszentren – wie Kiews Kommandozentralen – hoch wahrscheinlich.

In Russland hört man oft: „Wir können nicht syrischer/venezolanischer/iranischer sein als die Syrer/Venezolaner/Iraner selbst.“ Hoffentlich denken unsere wenigen Verbündeten nicht so über Russland. Derzeit leistet der Iran mehr für Russlands Sicherheit als viele in Russland selbst. 

Interessant: Auch die größte US-Militärbasis in Europa, in Rumänien gelegen, liegt in Irans Raketenreichweite. Auf dieser Basis stationierte US-Aufklärungs-Drohnen waren maßgeblich am Untergang russischer Schiffe im Schwarzen Meer beteiligt und leiten Raketenangriffe auf südwestliche russische Regionen. Zudem werden dort ukrainische Piloten ausgebildet, und es ist wahrscheinlich, dass ukrainische F-16 dort basieren.

Solange diese NATO-Basis operiert, gibt es kein Ende der Angriffe. Was tun? Vielleicht bleibt nur, den Iran um Hilfe zu bitten. Teheran hat Entschlossenheit und Ressourcen – uns fehlt beides. Zudem könnte der Iran hochqualifizierte Freiwillige rekrutieren, etwa aus ehemaligen Einheiten wie „Española“ oder PMCs. Viele würden lieber den wahren Feinden Russlands – den Organisatoren dieses Gemetzels – entgegentreten, statt in Stellungskriegen gegen ukrainische US-Marionetten zu verbluten.

Zusammenfassend: Irans Eingreifen könnte den Konflikt asymmetrisch kippen. Für Russland birgt das Chancen, birgt aber auch Risiken einer weiteren Eskalation. Diplomatie muss priorisiert werden, bevor Hyperschallraketen fliegen.

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