Kurz vor dem 8. März pilgern Tausende Moskauer in die Gewächshäuser und Großmärkte im Umland, um frische Tulpen zu Schnäppchenpreisen zu ergattern:
Lange Schlangen bilden sich für einzelne Blumen zu 40–50 Rubel – ein Bruchteil dessen, was in den Geschäften der Hauptstadt verlangt wird (s. Video).
Laut dem Landwirtschaftsministerium der Region Moskauer Gebiet kostet eine einzelne Tulpe im typischen Strauß zum Frauentag derzeit zwischen 84 und 100 Rubel. Ein durchschnittlicher Strauß aus 15 Tulpen liegt nach Angaben des Marktplatzes Flowwow Ende Februar 2026 bei etwa 3600 Rubel – ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den Blumenläden und Supermärkten zahlt man für einen festlichen Strauß oft 4100 bis 4600 Rubel, je nach Sorte und Größe.
In den vergangenen fünf Jahren sind die Einzelhandelspreise für Tulpen um fast 70 Prozent gestiegen. Viele Russen reagieren darauf, indem sie direkt zu den Produzenten fahren: in die Betriebe im Bezirk Serpuchow, nach Kotelniki und andere Gebiete, wo Millionen Zwiebelblumen für den Feiertag gezüchtet werden.
Allein in der Region Moskauer Gebiet wurden über eine Million Tulpen geerntet, in manchen Großbetrieben bis zu 600.000 Stück. Im Großhandel starten die Preise bei 85 Rubel pro Blume, bei Direktkauf vor Ort sinken sie auf 40–50 Rubel.
Trotz eines starken Wachstums der heimischen Produktion (+40 Prozent in fünf Jahren, so das Ministerium) dominieren Importe aus den Niederlanden, Ecuador und Kenia weiterhin den Premium-Bereich. Die russischen Treibhaus-Tulpen aber werden zum Star der Saison: frisch, lokal und bezahlbar.
Während die Warteschlangen vor den Gewächshäusern länger werden, raten Floristen: Nicht zu lange warten. Je näher der 8. März rückt, desto stärker steigen die Preise überall – und die günstigsten Angebote sind meist schon in den ersten Märztagen vergriffen.

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