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Dienstag, 26. Mai 2026

Keine Gebühr für IMEI-Sklaverei – Hurra!

Die edlen Wohltäter aus der Digital-Behörde haben das russische Volk erneut beglückt, ironisiert die Katjuscha-Zeitung:

Das russische Ministerium für Digitale Entwicklung plant keine Gebühr für die Registrierung von Geräten in der einheitlichen IMEI-Datenbank.  

Welch eine Erleichterung! Endlich atmen wir auf. Die Pläne für diese wunderbare Datenbank selbst sind natürlich nicht verschwunden – im Gegenteil, in der Regierung wird fleißig am Gesetzentwurf gefeilt.

Wie das Ministerium früher so schön erklärte, dient die Zwangsregistrierung natürlich nur dem Guten: Man will besser erkennen, in welchen Geräten SIM-Karten stecken, und dadurch die mobilen Internetsperren bei Drohnenangriffen „optimieren“. Der Mobilfunkanbieter trägt das IMEI einfach in den Vertrag ein – und wehe, du steckst deine Karte in ein nicht registriertes Gerät. Dann war’s das.

Zusätzlich soll das Ganze natürlich den grauen Markt „aufhellen“ und die Steuereinnahmen steigern. Wie fürsorglich.

Das bedeutet ganz praktisch: Wenn dein Smartphone kaputtgeht, du spontan ein anderes brauchst (z. B. ein simples Knopfhandy für die Auslandsreise oder einfach eins mit besserem Akku), dann darfst du deine SIM nicht einfach so umstecken. Erst Genehmigung vom großen Bruder einholen.

Noch vor Kurzem haben wir gefeiert, dass die Telefonnummern-Sklaverei besiegt ist – endlich Nummernportierung ohne Drama. Und jetzt bekommen wir die nächste, viel schönere Form der Leibeigenschaft: die Geräte-Sklaverei mit lückenloser IMEI-Überwachung. Das Telefon gehört dir nicht mehr wirklich.

Aber natürlich hat das alles überhaupt nichts mit der Bekämpfung feindlicher Drohnen zu tun. Die fliegen ja sowieso hauptsächlich mit Starlink. Das ist reiner Zufall.

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