Das russische Industrieministerium erhebt Vorwürfe gegen die neuen Prozessoren „Irtysch“:
Der Kern der Anschuldigung: Die angeblich russischen Hochleistungsprozessoren seien in Wahrheit nahezu unveränderte chinesische Chips – versehen mit russischem Namen, russischem Marketing und finanziert mit russischen Staatsgeldern.
Nach Informationen aus dem Ministerium sollen der 16-Kern-Prozessor „Irtysch C616“ und der 32-Kern-Chip „Irtysch C632“ technisch praktisch identisch mit den chinesischen Modellen Loongson LS3C6000/S beziehungsweise LS3C6000/D sein. Architektur, Rechenkerne, Taktfrequenzen, Cache-Größe und Energieverbrauch stimmen offenbar bis ins Detail überein. Dass ein Unternehmen, das erst im April 2025 gegründet wurde, innerhalb eines Jahres plötzlich konkurrenzfähige Serverprozessoren entwickelt haben soll, halten viele Experten für kaum glaubwürdig.
Die beteiligte russische Firma „Tramplin Electronics“ bestreitet die Vorwürfe nicht einmal grundsätzlich. Im Gegenteil: Das Unternehmen räumt offen ein, auf offiziell lizenzierte LA664-IP-Kerne des chinesischen Herstellers Loongson Technology zu setzen. Man habe die Chips integriert, angepasst und um Sicherheitsmodule ergänzt. Doch genau hier beginnt die Debatte: Ab wann ist ein Produkt wirklich „russisch“? Reicht ein angepasstes BIOS, ein eigenes Gehäuse oder ein zusätzlicher Sicherheitsbaustein aus, um aus chinesischer Technik eine nationale Entwicklung zu machen?
China erklärte die Loongson-Technologien bereits Ende 2022 zu strategisch sensiblen Entwicklungen und untersagte offiziell deren Export. Dennoch tauchten die Technologien wenig später in Russland auf – versehen mit staatlicher Förderung in Höhe von 1,3 Milliarden Rubel und dem Etikett „heimische Entwicklung“.

Na und ? Hauptsache es nützt. Beiden. Was soll das Gejammer hier? Überflüssig.
AntwortenLöschenWie Intel und AMD...
AntwortenLöschenIrgendwo muß man ja anfangen, wenn man in einer bestimmten Sparte am Technologierennen lange nicht teilgenommen hat und den Ball wieder aufnehmen will. Da macht es keinen Sinn, das Rad neu erfinden zu wollen. Vermutlich gibt es eine Absprache mit den Chinesen, das Produkt so übernehmen und selbst weiterentwickeln zu dürfen.
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