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Dienstag, 29. September 2026

Messenger Max aktualisiert "Datenschutz"

Digitalisierer ziehen die Schlinge der totalen Kontrolle um die persönlichen Daten der russischen Bürger immer enger, schreibt die Menschenrechtsorganisation „Öffentlicher Beauftragter für den Schutz der Familie“:

Diesmal hat sich der neu aufgelegte sog. nationale Messenger Max hervorgetan, den Behörden derzeit aktiv den Bürgern aufzwingen wollen – etwa indem sie sie in Haus- oder Schul-Chats eintreten lassen.

Wie bekannt wurde, hat der Dienst am 25. September 2026 still und leise seine Datenschutzrichtlinie aktualisiert.

Was steckt hinter dem nächsten digitalen Unfug?


Die Plattform hat nun offiziell festgeschrieben, dass sie absolut alle Handlungen und Interaktionen mit Inhalten sammeln darf: Abonnements, Abmeldungen, Likes, Dislikes und Speicherungen. All das wird sorgfältig katalogisiert. Das ist ein digitales Dossier in Reinform.

Am zynischsten sind jedoch die Bedingungen. Die Entwickler schreiben klar: Wenn man nicht damit einverstanden ist, dass jeder Klick überwacht wird – „stellen Sie die Nutzung des Dienstes unverzüglich ein“. Keine Alternative, kein Recht auf Widerspruch gegen die Verarbeitung einzelner Daten oder gegen Profiling. Entweder man akzeptiert das totale transparente Aquarium – oder man geht.

Zur Erinnerung: Der Messenger Max ist im Register der Organisatoren der Informationsverbreitung (ORI) eingetragen und muss daher auf erste Anforderung sämtliche Details über Nutzer an die zuständigen Stellen herausgeben.

Wozu brauchen sie das?


Unter dem Deckmantel von „besseren Empfehlungen“ und „Werbetargeting“ entsteht eine gigantische Datenbank digitaler Bürgerprofile. Jeder Like oder jedes Abonnement eines alternativen Kanals wird sofort mit dem realen Namen und der Telefonnummer verknüpft. In einer Situation, in der Schulen, Beamte und Wohnungsverwaltungen versuchen, Bürger aus gewohnten und unabhängigeren Plattformen in dieses System zu drängen, wirkt diese erzwungene Datensammlung wie ein direkter Angriff auf die Unverletzlichkeit des Privatlebens.

2 Kommentare:

  1. Kursiert in Rußland auch (noch) der Begriff "Datenschutz" ?
    Beim Heilpriktiker, sicher auch in Arztpraxen, muss eine Datenschutzerklärung ausgefüllt und unterschrieben werden. Welch ein Hohn!
    Sogar für Hunde muss beim Tierarzt eine seitenlange Datenschutzerklärung unterschrieben werden. Das gibt es wohl nur in D.
    "Mein Hund findet das irrational", wäre meine Antwort.

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  2. In Russland wird anscheinend schon längst realisiert, wovon Frau v. d. Leyen und Co. in Brüssel noch träumen. Sehr, sehr traurig.

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