Das Nationale Zentrum für Physik und Mathematik in Sarow hat ein KI-System zur Überwachung der Stimmung in sozialen Netzwerken und der Reaktionen der Bevölkerung auf behördliche Maßnahmen entwickelt, berichtet die Zeitung RBC unter Berufung auf Igor Kaljaew, wissenschaftlicher Leiter des Bereichs „KI und Big Data" an der Südlichen Föderalen Universität und Akademiemitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften:
Die Technologie soll in Stadtverwaltungen eingeführt werden, in denen Rosatom-Strukturen präsent sind. Bis 2030 ist eine umfassende automatisierte Plattform zur Analyse der öffentlichen Meinung auf lokaler und föderaler Ebene geplant.
Das System dient der Überwachung und Bewertung sozialpsychologischer Reaktionen von Internetnutzern auf Ereignisse von gesellschaftlicher Bedeutung. Die Technologie kann Trends und Abweichungen in den emotionalen Reaktionen von Online-Communities erkennen, das Niveau psychoemotionaler Spannung messen und einflussreiche Nutzer sowie Influencer identifizieren, deren Beiträge die Stimmung des Publikums prägen.
Wie berichtet wird, wurde ein Prototyp des Systems bereits zur Erprobung an das Bürgermeisteramt von Sarow und die Kommunikationsabteilung des Russischen Föderalen Nuklearzentrums – des Allrussischen Wissenschaftlichen Forschungsinstituts für Experimentalphysik – übergeben. Laut Kaljaew soll die vollwertige Plattform zur Unterstützung von Managemententscheidungen in fünf Jahren verfügbar sein.
Die Entwickler behaupten, das Instrument werde dazu beitragen, die Qualität behördlicher Entscheidungen und die Zufriedenheit der Bürger mit der Politik der Behörden zu erhöhen. Das System soll in Verwaltungen von Monostädten und Fachabteilungen stadtbildender Rosatom-Unternehmen installiert werden.
An der Arbeit des Nationalen Zentrums für Physik und Mathematik sind das Ministerium für Bildung und Wissenschaft, Rosatom, die Russische Akademie der Wissenschaften, die Moskauer Staatsuniversität, das Kurtschatow-Institut und andere russische Wissenschaftsorganisationen beteiligt. Neben KI-Projekten befasst sich das Zentrum mit Megascience-Anlagen und Grundlagenforschung in den Bereichen Physik und Mathematik.

Was wird passieren, wenn diese behördlichen Entscheidungen einen Lachkrampf auslösen?
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