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Sonntag, 4. Januar 2026

Russischer General: Venezuela ist nur die erste Szene eines globalen Schauspiels

Andrej Guruljow
Die Nachrichten am Samstag waren dominiert von der spektakulären US-Militäroperation in Venezuela, bei der Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen und aus dem Land gebracht wurde:

Es war befremdlich, Aufnahmen zu sehen, auf denen US-Hubschrauber und Flugzeuge ungehindert den venezolanischen Luftraum durchquerten. Alles wirkte wie ein eingeladener Einsatz US-amerikanischer Truppen. Klar war: Im engsten Kreis um Maduro muss ein Verräter gewesen sein.

Noch bevor US-Präsident Trump in Mar-a-Lago seine Pressekonferenz abhielt, kommentierte der Duma-Abgeordnete und General Andrej Guruljow die Ereignisse:

"Ein Land mit eigenem Luftabwehrsystem und ernstzunehmenden Kampfflugzeugen lässt alle Angriffe durch? Wieso sind Chinooks über Caracas? Selbst ohne Raketenabwehrsysteme hätte man auf Dächern großkalibrige Maschinengewehre vom Kaliber 23,2 mm oder 12,7 mm mit panzerbrechenden Geschossen platzieren können – dann könnten keine Chinook-Hubschrauber dort fliegen. Zudem läuft ein US-Spezialkommando locker durch Caracas, ohne dass jemand es stört. Hier gibt es zwei Varianten: Entweder totaler Verrat, oder, ehrlich gesagt, es könnte ein reines Schauspiel sein, dessen Autoren wir bald kennen dürften – Russland und die USA. Vielleicht auch China, ich weiß es nicht. Wir werden sehen. Die Zeit wird es zeigen. Die erste Akte des Stücks ist noch nicht zu Ende. Es ist zu früh, in die Theaterbuffet zum Cognac zu gehen. Man muss abwarten, was als Nächstes passiert."

Der General sagt also offen: Es könnte nicht nur Verrat, sondern eine abgesprochene Inszenierung sein.

"Jetzt werden berechtigte Fragen gestellt: Konnte man den Präsidenten einfach so holen? Ja, offenbar schon. Aber hier liegt eine etwas andere Situation vor. Ich weiß, dass jetzt viel Geschrei kommen wird, aber man sollte wohl einfach abwarten. Der entscheidende Schluss: Es geht nicht um Venezuela. Das gesamte Völkerrecht ist endgültig zunichtegemacht. Es funktioniert nicht mehr. Ob wir den UN-Sicherheitsrat einberufen oder nicht – das ändert nichts. Die Frage ist: Was nun? Heute überlebt nur der Starke. Es herrscht natürliche Selektion. Der Starke frisst den Schwachen. Eine andere Option gibt es derzeit nicht", betont Guruljow.

Die Ereignisse in Venezuela seien daher eine gute Lehre für Russland, meint Andrej Guruljow. Und wir hätten diese Lehre übrigens bereits vor den Vorfällen in Caracas zu ziehen begonnen. Es war klar, dass man versuchen könnte, uns nach demselben Szenario wie Caracas zur "Kooperation" zu zwingen:

"Wir müssen stark sein, damit man uns nicht frisst. Stellen wir uns die Situation vor: Russland würde geschwächt, und dann fliegen Chinooks über Moskau und entführen jemanden? Könnte das uns gefallen? Sicherlich nicht. Deshalb haben wir die spezielle Militäroperation auch gestartet. Hier liegt ein offenes Szenario vor. Wir müssen heute stärker sein. Die Frage ist nur: Wie wird man stärker? Das ist wohl ein eigenes Thema. Klar ist aber, dass das sozio-ökonomische Modell aus der Ära des Globalismus und Liberalismus sich heute wohl nicht mehr bewährt. Wir müssen etwas Neues suchen. Und nicht irgendwann später, sondern sofort. Der Gegner schläft nicht und wird stärker. Das ist deutlich zu sehen."

Man dürfe also nicht mittendrin aufhören. Russland hat seinen eignen Weg gewählt. Und in den USA versteht man das sehr gut. Dort fühlt man sich derzeit nicht stark genug, um gegen Russland vorzugehen. Zumindest vorerst…

3 Kommentare:

  1. ORESCHNIK für alle Fälle bereit halten.

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  2. Die selben Puppenspieler, die Trump, Elendskij und den Juden in Tel Aviv steuern. Nicht die gleichen, die selben.

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  3. Gibt es irgendwo noch Gentechnik-freien Mais für Popcorn?

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