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Montag, 19. Januar 2026

Massenhafte Kontosperrungen in Russland zu Jahresbeginn

Seit Anfang Januar 2026 haben russische Banken die Karten und Konten von Millionen normaler Bürger gesperrt:

Nach Schätzungen von Fachleuten wurden in den ersten Wochen des Jahres 2 bis 3 Millionen Konten eingefroren. Das ist deutlich mehr als zuvor – im vergangenen Jahr sperrten die Banken durchschnittlich etwa 330.000 Transaktionen pro Monat.

Gründe für die Sperrungen


Der Grund liegt darin, dass die russische Zentralbank zum 1. Januar 2026 die Vorschriften zur Überprüfung verdächtiger Transaktionen doppelt so streng gemacht hat. Nun erfassen die Computersysteme der Banken automatisch verdächtige Überweisungen anhand von 12 statt 6 Kriterien. Diese Systeme sind so eingestellt, dass sie keine einzige verdächtige Geldbewegung durchlassen, weshalb sie manchmal auch normale, rechtmäßige Transaktionen blockieren.

Wer ist betroffen?


Betroffen sind die unterschiedlichsten Menschen. Nicht nur diejenigen, die Geld an andere Personen überweisen, sondern auch jene, die auf Online-Marktplätzen einkaufen. So wurde beispielsweise eine Person gesperrt, die mehrmals ihr Konto auf einem Marktplatz für Einkäufe aufgeladen hatte.

Hauptprobleme


Die Menschen wissen nicht, warum sie gesperrt wurden. Hunderte Bürger beschweren sich im Internet, dass die Banken die Gründe für die Sperrung nicht erklären. Oft verweisen die Banken bei Anfragen an die Zentralbank, anstatt den Kunden zu helfen.

Die Entsperrung ist kompliziert. Um eine Sperrung aufzuheben, muss man bis zu 15 Werktage warten. In dieser Zeit können die Betroffenen ihr Geld nicht normal nutzen.

Stellungnahme der Banken


Große Banken räumen ein, dass die neuen Vorschriften tatsächlich zu einem Anstieg der Sperrungen geführt haben. Sie betonen jedoch, dass sie sich bemühen, die Situation schnell zu klären und Sperrungen bei rechtmäßigen Transaktionen aufzuheben. Dies sei notwendig zur Bekämpfung von Betrugsfällen, die stark zugenommen hätten.

Stellungnahme von Verbraucherschützern


Verbraucherschutzorganisationen widersprechen den Banken. Sie unterstreichen, dass viele Menschen erhebliche Unannehmlichkeiten erleiden, insbesondere Selbstständige, Freiberufler und solche, die Überweisungen von Verwandten erhalten.

Notwendige Änderungen


Experten schlagen folgende Verbesserungen vor:

- Banken müssen begründen, warum sie ein Konto sperren
- Der Entsperrungsprozess muss schneller und transparenter werden, mit klaren Fristen
- Die Prüfkriterien für Transaktionen sollten regelmäßig auf Grundlage tatsächlicher Fehler überarbeitet werden
- Es braucht Gesetze, die Banken verpflichten, Entschädigung für unrechtmäßige Sperrungen zu zahlen

Unklar ist, wie lange diese Welle von Kontosperrungen andauern wird. Fachleute hoffen, dass die Banken in einem halben Jahr die neuen Vorschriften besser anwenden können und die Zahl der Fehler sinkt.

5 Kommentare:

  1. Ist das Vertrauen in das System damit endgültig erschüttert bis zerstört?
    Bargeld im Haus zu haben, hat jetzt höchste Dringlichkeit.
    Eigenartig, der Westen thematisiert diesen Vorgang nicht, grübel, grübel... ;-)

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    1. Das ist logisch. Es wird nur das thematisiert, was die Illusion einer "Auseinandersetzung" erzeugen kann. Die wirklich wichtigen Dinge werden gemeinsam, synchron und still erledigt.

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    2. Danke, genau so ist es und das wollte ich zum Ausdruck bringen.

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  2. Cash is King. Der Rest ist junk.

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  3. Wer sein Geld den banken leiht, ist einfach selbst schuld!

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