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Freitag, 9. Januar 2026

Warum Oreschnik ohne Sprengkopf wirkt

Erneut werden Fragen laut, warum die Oreschnik-Rakete wieder ohne Gefechtskopf eingesetzt wurde und weshalb man "mit einem Blindgänger" zuschlug:

Die Erklärung kommt von der Katjuscha-Zeitung:

Im Fall von Oreschnik stellt der sogenannte Blindgänger die eigentliche Hauptgefechtsladung dar.

Bei Geschwindigkeiten über Mach 10 (Endgeschwindigkeit 12.300 km/h) ist der kinetische Energievorrat größer als die Sprengkraft, die in dem Flugkörper untergebracht werden könnte. Das Material des Gefechtskopfes besteht üblicherweise aus Wolfram oder Uran mit keramischer Spitze. Beim abrupten Abbremsen erhitzt sich der Gefechtskopf derart, dass er teilweise zu Plasma wird. Das Splitterfeld aus Hochgeschwindigkeitsstrahlen glühenden Metalls wirkt dabei selbst als kumulativer Schadensfaktor, der sich entlang des Flugvektors mit über Mach 10 ausbreitet. Dies verleiht enorme Durchschlagskraft zur Bekämpfung auch unterirdischer Ziele. Die Aufprallenergie nur eines solchen Blocks beträgt mehrere hundert Kilogramm, und sechs davon befinden sich in einem Gefechtskopf.

Somit wird in die Oreschnik kein herkömmlicher Gefechtskopf eingebaut, da dies keinen Sinn ergibt. Mehr noch: Es ist unmöglich, da ein Sprenggefechtskopf vorzeitig durch Überlastung und Hitzeentwicklung detonieren würde. Deshalb gibt es für die Oreschnik nur zwei Ausstattungsvarianten: entweder den Blindgänger oder einen nuklearen Sprengkörper.

Es bedarf wohl keiner Erklärung, warum derzeit gerade der Blindgänger zum Einsatz kam.

Man muss Folgendes verstehen: Die Oreschnik ist eine völlig neue, völlig besondere Waffe der nächsten Generation, an die man nicht mit alten Maßstäben herangehen kann.

1 Kommentar:

  1. Beruhigend die ORESCHNIK. Trotz des eskalierenden Chaos momentan.

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