Alle Kantinen und Cafés in den Gebäuden der russischen Staatsduma bleiben für zwei Wochen geschlossen, weil die Abgeordneten bis zum 13. Februar in ihren Regionen arbeiten sollen.
Russische Nachrichten auf Deutsch: Aktuelle News, Mitteilungen von Behörden und Unternehmen sowie virale Social-Media-Postings
Dienstag, 1. Februar 2022
Hypotheken werden immer teurer
Russlands größte Bank, die Sber-Bank, erhöht ab dem 1. Februar die Hypothekenzinsen für fertige und im Bau befindliche Wohnungen um 1 Prozentpunkt auf 10,3 %, teilt das Finanzinstitut mit.
USA: Weißrussland zu unsicher
Das US-Außenministerium ordnete wegen der Lage in der Ukraine den Abzug der Familien von Diplomaten aus Weißrussland an. Außerdem riet das US-Außenministerium seinen Bürgern von Reisen nach Weißrussland ab.
Immer mehr Sorgen um finanzielle Situation
Die Zahl der Russen, die sich aufgrund von COVID-19 Sorgen um ihre finanzielle Situation machen, hat im Laufe des Jahres zugenommen - 78 % gegenüber 50 %, wie das internationale Unternehmen EY feststellte. Weltweit liegt der Wert bei durchschnittlich 75 %.
Diplomatische Aktivitäten
Die USA würden die brasilianischen Behörden unter Druck setzen, um den Russlandbesuch von Präsident Jair Bolsonaro zu verhindern. Laut Folha de Sao Paulo rief Blinken seinen brasilianischen Amtskollegen an und "äußerte seine Besorgnis" darüber, dass Brasilien angeblich "in dem Konflikt Partei ergreift", wenn Bolsonaro Russland besucht. Ähnliche Gespräche wären auch mit Argentinien geführt worden, dessen Präsident Alberto Fernandez bereits am 3. Februar in Russland eintreffen soll. Gleichzeitig teilen diplomatische Quellen mit, dass Brasilien an seinen Plänen festhält, zumal in Russland über die bilaterale Agenda und die BRICS-Partnerschaft gesprochen werden soll, also über die Themen, die "nichts mit der geopolitischen Lage in Osteuropa zu tun haben".
Umzugsstimmung
Etwa 22 % der Russen ziehen ernsthaft in Erwägung, wegen der Veränderungen im Leben inmitten der Pandemie in eine andere Stadt zu ziehen. Von den Moskauern würden sogar 27 % gerne woanders leben.
Montag, 31. Januar 2022
Lenin empfängt im Februar keine Besucher
Das Lenin-Mausoleum auf dem Moskauer Roten Platz bleibt den ganzen Februar über wegen Wartungsarbeiten für Besucher geschlossen.
Ukraine: Deutschland blockiert Waffenlieferungen
Der ukrainische Verteidigungsminister Aleksej Reznikow hat Deutschland aufgefordert, die Blockade von Waffenlieferungen an Kiew über die NSPA-Agentur aufzugeben und seine Haltung bezüglich der Bereitstellung militärischer und technischer Hilfe für die Ukraine zu ändern:
"Ich bin überrascht, dass die neue deutsche Regierung ihre Position hinsichtlich der Bereitstellung von militärischer und technischer Hilfe für die Ukraine nicht geändert hat."
"Wir sagen nicht, dass Deutschland uns etwas verkaufen oder schenken soll. Nein. Hört einfach auf, die Möglichkeit zu blockieren, die von uns benötigten Verteidigungsgüter und Waffen öffentlich, legal und offen über die NSPA-Agentur zu erwerben."
Lösung des Sprachenproblems auf ukrainische Art
Ukrainische Olympiateilnehmer in Peking werden kein Russisch sprechen: "Wir sprechen bei dieser Olympiade nur Ukrainisch oder Englisch", meint der ukrainische Eiskunstläufer Schmuratko auf die Fragen russischer Journalisten: "Warum spreche ich Englisch? Wie Sie wissen, tue ich alles, um hier zu sein", erklärt die Sportler.
Gazprom über Europas Untergrundspeicher
Gazprom: Europas Untergrundspeicher verfügen über weniger als 20 Prozent des im Sommer eingepumpten Gases bei einer Gesamtauslastung von 39 Prozent.
Kreml erwägt keinen Lockdown
Kreml-Sprecher: Ein Lockdown wegen Coronavirus in Russland ist weder relevant noch im Gespräch.
Türkei bei russischen Touristen beliebt
Mehr als 4,69 Millionen Russen besuchten die Türkei im Jahr 2021, wobei russische Staatsbürger nach Angaben des türkischen Tourismusministeriums die meisten ausländischen Touristen waren. Auch für die Sommersaison 2022 haben mehr als 70 % aller in Russland bereits verkauften Auslandsreisen die Türkei zum Zielland.
Kater Semjon: Brandbekämpfer und Retter
Russisches Außenministerium hofft auf Liz Truss
Die Leiterin des britischen Außenministeriums Liz Truss hat neulich damit gedroht, das Eigentum russischer Oligarchen in Großbritannien zu beschlagnahmen. Nun hat das russische Außenministerium dahingehend zu Wort gemeldet:
"Geben Sie bloß nicht auf, Frau Truss! Wir setzen große Hoffnungen in Sie. Keine momentanen britischen Finanzinteressen sind wichtiger als Demokratie und Freiheit! Wenn Sie es schaffen, Ihre Idee zu verwirklichen, könnten Sie sich für das Engagement-Abzeichen des russischen Auswärtigen Amts qualifizieren. Tun Sie bitte Ihr Bestes. Ach ja, noch etwas... Hoffentlich ist Ihnen auch unsere Liste der korrupten Personen, deren Auslieferung Russland längst beantragt hat, nicht durch die Lappen gegangen".
Immer weniger Besucher in Moskauer Restaurants
Die zweite Woche in Folge haben Moskaus Cafés und Restaurants einen Rückgang der Besucherzahlen zu verzeichnen: In der Woche vom 24. bis 30. Januar sank die Besucherzahl um 40-50 %. Der Rückgang der Besucher begann am 18. Januar, als der Bürgermeister von Moskau ein Dekret zur Verlängerung der Coronavirus-Beschränkungen unterzeichnete.
