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Dienstag, 24. Februar 2026

Russischer Autopark: Zwei Drittel der Fahrzeuge älter als zehn Jahre

Die russische Verkehrs­polizei hat detaillierte aktuelle Zahlen zum Stand des Fahrzeugbestands in Russland veröffentlicht:

Zum 1. Januar 2026 waren landesweit 68 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter 52,8 Millionen Pkw, 8 Millionen Lkw und 757.000 Busse.

Besonders alarmierend ist die Altersstruktur: 67,7 Prozent aller registrierten Fahrzeuge sind älter als zehn Jahre – ein dramatischer Anstieg gegenüber 42,3 Prozent im Vorjahr. 23,7 Millionen Pkw, 4,9 Millionen Lkw und 330.000 Busse haben ein Alter von mehr als 15 Jahren.

Die fortschreitende Alterung des Fuhrparks gilt bereits in der Präsidialstrategie zur Verkehrssicherheit bis 2030 als eines der drängendsten Probleme. Dort wurden für 2024 noch deutlich niedrigere Anteile genannt: 23 Prozent der Pkw, 38 Prozent der Lkw, 20 Prozent der Busse und sogar 80 Prozent der Motorräder waren damals älter als 15 Jahre.

Der Trend setzt sich fort, weil der Neuwagenmarkt 2025 massiv eingebrochen ist. Laut „Avtostat“ (Ein unabhängiges Analyseunternehmen in Russland, das sich auf Statistik und Analysen des Automobilmarkts spezialisiert hat) sanken die Verkäufe neuer Pkw um 15,6 Prozent. Der Markt für schwere Lkw schrumpfte um 54 Prozent, jener für mittelschwere Nutzfahrzeuge um 44 Prozent.

Auch die Umweltbilanz gibt Anlass zur Sorge. Bei rund 250.000 Fahrzeugen fehlt in den Papieren jegliche Angabe zur Abgasnorm – obwohl diese Kennzeichnung seit 2008 verpflichtend ist. Am weitesten verbreitet sind Motoren der Norm Euro-2 (14,3 Millionen Fahrzeuge), am seltensten Euro-1 (nur 156.000).

Positiv entwickelt sich hingegen der Anteil alternativer Antriebe. Die Zahl reiner Elektroautos stieg von 65.700 (2024) auf 82.500 (2025), die der Hybride von 310.000 auf 447.700. Dagegen ging die Flotte mit Gasantrieb (CNG/LPG) von 2,9 Millionen auf 2,3 Millionen zurück.

Experten sehen in der rapiden Alterung des Fuhrparks ein wachsendes Risiko für Verkehrssicherheit und Umweltbelastung. Ohne kräftige Impulse beim Absatz neuer, moderner Fahrzeuge dürfte sich die Situation in den kommenden Jahren weiter verschärfen.

1 Kommentar:

  1. In Täuschland geht die Verarmung der Masse auch zügig voran....

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