In einem Wohnhaus in Rjasan gab es eine Explosion. Der erste Stock eines zweistöckigen Gebäudes ist teilweise eingestürzt. Zwei Personen wurden verletzt. Die Ursache der Explosion war eine defekte Schnapsbrennmaschine.
Russische Nachrichten auf Deutsch: Aktuelle News, Mitteilungen von Behörden und Unternehmen sowie virale Social-Media-Postings
Freitag, 9. Dezember 2022
Explosion in Rjasan
Litauen: Immerwährender Sprachkampf
Die litauische Bildungsministerin Jurgita Šiugždienė hält es für abnormal, dass auch heute noch mehr als 70 Prozent der litauischen Schüler Russisch als zweite Fremdsprache in der Schule wählen. Sie räumt jedoch ein, dass sich diese Situation nicht so schnell ändern wird:
"Das Hauptziel ist es, den Schülern so viele Wahlmöglichkeiten wie möglich zu geben. Auch bei den Eltern gibt es viel zu tun, denn sie haben einen großen Einfluss auf die Wahl einer zweiten Fremdsprache durch ihre Kinder."
Putin über Merkels Aussagen
Ich bin enttäuscht von Merkels Äußerungen zu den Minsker Vereinbarungen. Nun, was soll man dazu sagen... Das ist eine Frage des Vertrauens. So wie es aussieht, ist das Vertrauen fast auf dem Nullpunkt, und nach solchen Aussagen stellt sich die Frage, wie man verhandeln soll. Worüber? Ist es möglich, eine Einigung zu erzielen? Und wo sind die Garantien? Letzten Endes muss jedoch eine Einigung ausgehandelt werden...
...Ich habe nicht erwartet, dies vom ehemaligen Bundeskanzler zu hören. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Führung der Bundesrepublik sich uns gegenüber aufrichtig verhalten hat.
Putin: Alles ist stabil
Die spezielle Militäroperation in der Ukraine geht weiter, alles ist stabil, wir haben dort keine Fragen oder Probleme, so Putin.
Umfrage: Korruption in Russland
Im Jahr 2022 hatten 58 % der russischen Unternehmer, die an der jährlichen Umfrage der russischen Industrie- und Handelskammer teilnahmen, mit Korruption zu kämpfen. Im vergangenen Jahr lag die Zahl mit 69 % noch höher. In diesem Jahr wurden sowohl Unternehmer als auch Regierungsbeamte gefragt, wie sich die Sanktionen unfreundlicher Länder auf das Ausmaß der Korruption in Russland ausgewirkt haben. Eine erhebliche Zunahme der Korruption wurde von 29,8 % der Unternehmensvertreter gemeldet, während weitere 21,5 % eine leichte Zunahme angaben. Von den Beamten stellte mehr als die Hälfte (51,4 %) keine Verschlechterung des Korruptionsniveaus unter dem Druck der Sanktionen fest, während 16,4 % von einem starken Anstieg des Korruptionsniveaus berichteten.
Feldbäckerei in Aktion
Ein Einblick in eine Feldbäckerei, die in einer militärischen Sondereinsatzzone in der Ukraine im Einsatz ist.
00:25
Die Kapazität der Feldbäckerei beträgt bis zu 4 Tonnen pro Tag. Hier backen wir Brot sowohl aus Weizenmehl als auch aus Roggenmehl. Wir backen auch Brötchen und Quarkkuchen. Die Rationsnormen der Soldaten werden damit vollständig abgedeckt.
01:02
Gut durchkneten... Der Teig wird geknetet, geformt und vorsichtig in eine Backform gelegt, bis er aufgegangen ist.
02:15
Briefe für Soldaten von russischen Schulkindern.
Grossbrand in Moskau
Neue Währungspräferenzen der Russen im Jahr 2022
Eine der russischen Großbanken führte repräsentative Umfrage zum Thema Währungspräferenzen der Russen durch und kam zu folgenden Ergebnissen:
Zwei Drittel (64 %) der Russen glauben - wie schon vor einem Jahr - an die starke nationale Währung Rubel. Weitere 19 % behaupten, dass ihr Vertrauen in den Rubel gestiegen ist. 37 % der Russen haben eine schlechtere Meinung über den US-Dollar und Euro als Folge der Ereignisse im Jahr 2022. 13 % schätzen die Währungen "befreundeter" Länder (Yuan, indische Rupie, türkische Lira und VAE-Dirham) jetzt besser ein. 16 % der Russen haben sogar vor, ein Konto / Bankkarte in Yuan zu eröffnen. Die Zahl der tatsächlichen russischen Yuan-Sparer ist in diesem Jahr bereits von 2 % auf 4 % gestiegen.
Donnerstag, 8. Dezember 2022
Eskalation im Kosovo
Mehr als 200 Kosovo-Polizisten, die von gepanzerten Fahrzeugen eskortiert wurden, blockierten das nördliche (serbische) Mitrovica, berichten lokale Medien. Die Bewohner dieses Teils der Stadt versammeln sich nun auf den Straßen. Cafés und Geschäfte sind geschlossen. Die Lage ist angespannt.
Angeblich dürfen die Polizeikräfte des Kosovo gemäß den Brüsseler Vereinbarungen den serbisch besiedelten Norden nicht ohne die Erlaubnis der Leiter von vier serbischen Gemeinden betreten.
Die Kosovo-Polizei erklärt dagegen, dass die Erhöhung der Zahl der anwesenden Polizeibeamten mit der Priorität der Kosovo-Polizei zusammenhängen würde, die darin bestehe, die Sicherheit aller Bürger zu gewährleisten.
Sacharowa über Degradierung des Westens
Maria Sacharowa:
Ein Gärtner, der sich als Hoher Vertreter der EU für Außenpolitik ausgibt, bezweifelt, dass die Menschen auf dem Balkan und in Afrika wissen, wo der Donbass liegt und wer Putin ist.
Josep, legen Sie sich selbst bloß nicht als Maßstab für andere Menschen an. Die Degradierung des kollektiven Westens bedeutet nicht die gleichen Prozesse in anderen Nationen. Ich möchte Sie daran erinnern, dass die deutsche Außenministerin meint, die Entfernung zwischen Ländern betrage Hunderttausende von Kilometern, dass die britische Premierministerin die Ostsee nicht vom Schwarzen Meer unterscheidet, dass die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Wuhan statt der Ukraine preist und dass der US-Präsident Kambodscha mit Kolumbien verwechselt.
China fordert mehr Gas
Am 7. Dezember 2022 wurde eine neue Höchstmenge russischer Gaslieferungen nach China über die Power of Siberia-Pipeline für das Jahr 2022 erreicht. Die tägliche Liefermenge von Gazprom überstieg vertragliche tägliche Verpflichtungen um 16,1 %. Gazprom kam der Bitte der chinesischen Seite nach, die täglichen Gaslieferungen im Dezember gegenüber dem zuvor genehmigten Zeitplan für 2022 zu erhöhen.
Häftlingsaustausch
Die US-Basketballspielerin Griner wurde im Rahmen eines Häftlingsaustausches zwischen Russland und den Vereinigten Staaten gegen den Russen Wiktor Bout ausgetauscht. Diese Information wurde vom russischen Außenministerium bestätigt. Der Austausch fand heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt.
Keine Fremden im Saal
Beim Treffen Putins mit den neuen Trägern des Titels "Held Russlands" im Kreml stockte einer der Redner, der Gefreite Dawid Malykin, vor Aufregung, erhielt aber baldige Unterstützung:
Moskau: Merkels Aussagen tribunalreif
Das Eingeständnis der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel im Interview mit der "Zeit", dass die Minsker Vereinbarungen unterzeichnet wurden, um der Ukraine Zeit zu geben, sich auf eine militärische Konfrontation mit Russland vorzubereiten, könnte durchaus für ein Gerichtsverfahren verwendet werden, so Maria Sacharowa auf dem heutigen Briefing:
"Heute wird viel über rechtliche Bewertungen der Vorgänge in der Ukraine gesprochen, über eine Art Tribunal und so weiter und so fort. Aber dies ist ein offensichtlicher Fall für ein Gericht. Was Merkel in ihrem Interview gesagt hat, ist der Beweis einer Person, die direkt gesagt hat, dass alles, was 2014-2015 getan wurde, ein Ziel hatte: Weltgemeinschaft von den wirklichen Problemen abzulenken, Zeit zu schinden, das Kiewer Regime mit Waffen vollzupumpen und die Sache zu einem großen Konflikt zu führen".
Digitale Fehlvorstellungen der Russen
Die Experten von Kaspersky Lab haben in einer Umfrage digitale Fehlvorstellungen unter russischen Internetnutzern ermittelt:
- Der beliebteste Irrglaube ist, dass man bei Gesprächen mit Fremden am Telefon nicht "Ja" oder "Nein" sagen sollte. Diese Wörter könnten bei Gespräch aufgezeichnet und später benutzt werden, um Geld zu stehlen: Die Mehrheit der Befragten (75 %) stimmt dieser falschen Aussage zu.
- Ein weiterer weit verbreiteter Irrtum, dem 60 % der Befragten Glauben schenken: Wenn eine Website HTTPS verwendet, ist das eine Garantie dafür, dass sie offiziell ist.
- Etwa jeder zweite Russe (53 %) ist der Meinung, dass man bei verdächtigen Anrufen von Robotern nicht die "1" oder "2" auf dem Smartphone drücken sollte: Dies könnte angeblich das Gerät infizieren.
- Jeder dritte Russe (32 %) glaubt, dass der "Inkognito"-Modus seines Browsers völlige Anonymität im Internet gewährleistet.
- Mehr als die Hälfte (57 %) glaubt, dass es möglich ist, alle Informationen auf einem Smartphone zu löschen, indem man die Werkseinstellungen wiederherstellt.

