Das durchschnittliche Gehalt russischer Polizisten beträgt 60.000 Rubel, schreibt die Online-Zeitung Zargrad:
Dass es vielerorts noch niedriger liegt, belegt eindrücklich der Personalmangel, der mittlerweile 40 Prozent erreicht hat. Täglich kündigen Menschen – traurig, aber ehrlich, wie der stellvertretende Innenminister Subow bei einer Plenarsitzung der Staatsduma einräumte. Allerdings wird dies seit etwa fünf Jahren gebetsmühlenartig wiederholt, ohne dass sich etwas bewegt.
Bei den Ärzten herrscht völlige Misere. In der populären Fernsehshow "Pole Tschudes" fragte der Moderator eine Hebamme nach ihrem Verdienst. Ihre Antwort vor laufender Kamera: „40.000 Rubel." "Pro Tag?", hakte der Moderator nach. "Pro Monat. Eigentlich 30.000, wenn man keine Überstunden macht", so die ernüchternde Realität.
Auf dem Land liegt das Grundgehalt von Lehrern bei 14.000 Rubel – unter dem Existenzminimum. Als sich ein Lehrer beim Landrat des Petschorskij-Bezirks in der Region Pskow beklagte, er könne nicht davon leben, bekam er den zynischen Rat: Dann arbeite eben mehr.
Offizielle Statistik und Realität – das sind zwei verschiedene Welten. Offenbar ist es profitabler, sich selbst zu belügen, als die Wahrheit auszusprechen. Sollen wir weiter schöne Zahlen malen, während wir auf Grund laufen?

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