Laut einer Umfrage des Russischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer (RSPP) haben 40 Prozent der Unternehmen ihre Exporte gekürzt und zahlreiche Exportprogramme wegen der Rubel-Aufwertung eingestellt:
Dies teilte Verbandsvorsitzender Alexander Schochin nach einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin mit.
Schochin warnte, dass die Rubel-Stärkung Geschäftskreise beunruhigt. Er plädierte für Marktinstrumente der Währungsregulierung zur Senkung der Volatilität und Steigerung der Planungssicherheit für Exporteure.
Nach Berechnungen der "Vedomosti" auf Basis von Daten der Russischen Zentralbank betrug der durchschnittliche US-Dollarkurs 2025 etwa 83,3 Rubel. Seit Jahresbeginn ist der USD-Kurs um 23,5 Prozent auf 78,23 Rubel zum 12. Januar 2026 gefallen. Am 10. Januar 2025 lag er noch bei 102,3 Rubel. Konsensus-Prognosen zufolge wird der Rubel 2026 um etwa 6 Prozent schwächer, der Durchschnittskurs bei 88,5 Rubel liegen.
Am 23. Dezember 2025 äußerte Schochin die Hoffnung, dass die Zentralbank den Leitzins bis Ende 2026 auf 2 Prozent senkt, die Inflation im Bereich von 4-5 Prozent bleibt und der Dollar-Kurs 90-95 Rubel beträgt. Er betonte die Bedeutung von Währungsstabilität für Unternehmen.
Schochin erklärte, dass dieser Faktor für viele Exporteure entscheidend ist. Sie müssen Produktionsprogramme drosseln und auf eine Vier-Tage-Woche umstellen. Besonders große Exportbetriebe leiden unter dem drastischen Rückgang ihrer Absatzmärkte und zusätzlichen Kosten für deren Zurückeroberung.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Bitte machen Sie sich mit unseren Kommentierungsregeln vertraut.