Der frühere erste Stellvertreter des russischen Verteidigungsministers, Ruslan Tsalikov (69), wurde am 5. März 2026 festgenommen. Ihm werden sehr schwere Vorwürfe gemacht: Organisation einer kriminellen Vereinigung, Annahme von Bestechungsgeldern, Veruntreuung in besonders großem Umfang und Geldwäsche:
Nach Angaben des Ermittlungskomitees geht es um mehr als 6,6 Milliarden Rubel Schaden für das Verteidigungsministerium. Das Geld soll vor allem durch überteuerte Lieferungen von Kleidung, Ausrüstung und persönlichen Hygieneartikeln an die Armee gestohlen worden sein. Die Firma „Voentorg“ spielte dabei eine zentrale Rolle – über sie sollen die Waren zu viel zu hohen Preisen eingekauft worden sein.
Tsalikov wird vorgeworfen, eine kriminelle Gruppe geleitet zu haben. Es gibt 12 Fälle von Veruntreuung, zwei Fälle von Bestechung (2019 und 2020) und Geldwäsche. Die gestohlenen Summen sollen in teure Immobilien – auch Gewerbeimmobilien – gesteckt worden sein. Bei Durchsuchungen in Häusern und Wohnungen von Verwandten und Vertrauten wurden Vermögenswerte im Milliardenbereich gefunden. Diese sollen nun beschlagnahmt werden.
Der Festgenommene bestreitet die Vorwürfe bisher und will mit den Ermittlern zusammenarbeiten, um die Wahrheit herauszufinden. Seine Anwälte äußern sich nicht öffentlich.
Die Ermittlungen begannen schon früher beim Innenministerium. Später übernahm das Ermittlungskomitee den Fall. Es gab schon Verhaftungen bei Voentorg: Der frühere Chef Vladimir Pavlov sitzt in Untersuchungshaft und bestreitet die Schuld. Einige Lieferanten haben die Vorwürfe eingeräumt und kooperieren – sie sind jetzt unter Hausarrest.
Am Abend des 5. März entscheidet das Basmanny-Gericht in Moskau über die Haft. Tsalikov droht bis zu mehr als 20 Jahre strenger Lagerhaft – praktisch lebenslänglich. Wegen der Schwere der Vorwürfe, seiner alten Verbindungen zu Sicherheitsbehörden und des großen Vermögens gilt eine Freilassung als sehr unwahrscheinlich.
Tsalikov war lange Zeit für Unterbringung der Truppen, Militärimmobilien und Bau zuständig. Er hat viele Staatsauszeichnungen, darunter den Orden „Für Verdienste um das Vaterland“ in allen Stufen – doch das half früheren Angeklagten aus der Armme wenig.


Ist in der Firma BRDien auch nicht anders...
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