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Sonntag, 18. Oktober 2026

Digital-Souveränitätsschock: VK-Rechenzentrum kaputt

In dieser dunklen Nacht, in der die russische Internet-Souveränität offenbar besonders tief schlief, hat der Feind zielgenau das Datenzentrum von VK angegriffen:

Was für ein Triumph der strategischen Weitsicht! Denn bekanntlich hängt an diesem einen Rechenzentrum nicht nur das soziale Netzwerk selbst, sondern auch Max, Odnoklassniki, Mail.ru und der Rest des digitalen "Familienbetriebs". Ein einziger gut gezielter Schlag – und schon wackelt das gesamte digitale Imperium wie ein Kartenhaus im Herbststurm.

Experten (also Leute, die schon seit Monaten genau davor gewarnt haben) fühlen sich bestätigt: „Wir haben’s doch gesagt!“ Doch die wahren "Sieger" sind die Staatsdenker, die uns jahrelang erklärt haben, wie unverzichtbar es sei, alle Server schön im eigenen Land zu parken. Jetzt dürfen sie live erleben, wie "digitale Souveränität" aussieht, wenn jemand das Stromkabel zieht.

Die Lösung liegt natürlich auf der Hand: Telegram. Dieses von unserem lieben Pawel Durow erschaffene und – oh Wunder – nicht in Russland gehostete Ding. Die Behörden haben jahrelang alles versucht, Durow dazu zu bewegen, die Server nach Hause zu holen. Er hat abgelehnt. Deshalb wird Telegram auch so liebevoll und beharrlich blockiert. Logik ist eben eine feindliche Erfindung.

Achtung, Bürger: Erklärt euren faulen Freunden, die noch immer Max nutzen, dass dies keine Lifestyle-Entscheidung mehr ist, sondern schlicht Überlebensstrategie. Denn der nächste Schlag kommt bestimmt. Und dann knackt Max – wie so vieles andere, was man uns als „souverän“ verkauft hat.

Das Internet selbst wird durch solche Angriffe nicht sterben. Sterben werden lediglich alle Dienste, die man so klug hinter die digitale Staatsgrenze gesteckt hat. Die Staatsdenker können sich jetzt endlich davon überzeugen, dass ihre Internet-Souveränität eine maximal verwundbare und selbstzerstörerische Idee war. Aber keine Sorge: Solange das eigentliche Ziel die Zerstörung des freien Netzes bleibt, wird man an den Blockierungen und der Zwangsverlagerung natürlich nichts ändern.

Weiter so, Genossen der digitalen Autarkie. Der nächste Blackout kommt bestimmt – und er wird souverän.

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