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Montag, 29. Dezember 2025

Russland erhebt 22% Mehrwertsteuer auf Kartenzahlungen

Ab dem 1. Januar 2026 werden Bankkartenoperationen in Russland mit einer Mehrwertsteuer von 22 Prozent belegt:

Nach 20 Jahren ohne Mehrwertsteuer ändert sich dies nun. Die Regierung rechnet mit zusätzlichen Einnahmen von 30 Milliarden Rubeln.

Das wird besteuert


Die 22-Prozent-Mehrwertsteuer wird nicht auf die Transaktionssumme, sondern auf die Bankgebühren erhoben. Drei Dienstleistungen sind davon betroffen: die Kartenzahlung im Geschäft (Acquiring), die Zahlungsabwicklung (Processing) und Interbankgebühren. Die Gebühren betragen üblicherweise 1,5 bis 2,5 Prozent der Summe. Gibt ein Kunde 1000 Rubel aus, zahlt das Geschäft der Bank 20 Rubel Gebühr – auf diese 20 Rubel fallen 4,4 Rubel Steuern an.

Wer wird belastet


Indirekt trifft die Mehrwertsteuer die Verbraucher. Am stärksten leiden kleine Unternehmen, die keine Mehrwertsteuer zahlen. Für sie ist dies eine unmittelbare Kostensteigerung. Große Konzerne können die Steuer verrechnen.

Was kommt danach


Banken werden ihre Acquiring-Gebühren erhöhen. Läden und Dienstleister werden Preise anheben. Gebühren für Kartenservices und Abos steigen. Bürger und Betriebe weichen vermehrt auf Bargeld, Direktüberweisungen und Zahlungen per Biometrie aus, um Gebühren zu sparen. Experten warnen außerdem: Obwohl die reale Verteuerung gering ausfällt, nutzen Unternehmer die Steuer möglicherweise als Vorwand für größere Preiserhöhungen.

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