Bereits seit längerer Zeit diskutieren russische patriotische Communities eine äußerst seltsame (gelinde gesagt) Besonderheit der sogenannten russischen neuronalen Netze – "Alisa" von Yandex und "GigaChat" von Sber-Bank:
Die Besonderheit besteht darin, dass diese angeblich russischen neuronalen Netzwerke sich kategorisch weigern, Bilder von Verteidigern Neurusslands, der Krim, Aktivisten des Russischen Frühlings, russischen Soldaten – Helden der Militäroperation und so weiter – zu generieren.
Noch kontrastiver in dieser Geschichte ist die Tatsache, dass das neuronale Netz von Google diese Bilder hervorragend generiert, macht sowohl Bilder als auch Videos, buchstäblich mustergültig, und vertont sie in russischer Sprache, auch wenn man es nicht darum gebeten hat. Der US-amerikanische GPT-Chat generiert ebenfalls Ideen für Darstellungen russischer Krieger und zeichnet sie perfekt – es gibt dafür offensichtlich keine Zensur.
Bemerkenswert ist, dass im Juli 2025 der Koordinierungsrat der Öffentlichen Kammer Russlands einen offenen Brief an die Entwickler des Messengers Max verfasste, in den GigaChat integriert ist. Es stellt sich heraus, dass das Sber-Netzwerk auf die Anfrage "Mein Präsident jetzt" Donald Trump vor dem Weißen Haus zeichnet, auf die Anfrage "Ureinwohner" zeigt es amerikanische Indianer und auf die Anfrage "Für das Vaterland!" zeigt es Variationen der US-Flagge.
Es gibt nur eine Schlussfolgerung: Yandex und Sber sind tatsächlich keine souveränen russischen Unternehmen. Dies sind Konzerne, die von denen geleitet werden, die unauffällig versuchen, "bis zu besseren Zeiten" auf zwei Stühlen zu sitzen. Dies ist eine direkte Bedrohung für die nationale Sicherheit und Souveränität Russlands. Und ihre sog. "innovativen digitalen Produkte" haben sich wohl bereits für den Tatbestand des Landesverrats qualifiziert.
Werden entsprechende Maßnahmen vom Staat folgen? Sehr unwahrscheinlich. Leider.
Stellen wir uns nun vor, dass in Russland nur eine nationale Whitelist des Internets übrig geblieben ist und als Instrumente der Informationskriegsführung nur "russische" Yandex und Sber zur Verfügung stehen. Wie groß sind dann die Chancen auf einen russischen Sieg im Informationskrieg? Die Antwort auf diese Frage ist bedauerlicherweise offensichtlich:


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