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Montag, 29. Dezember 2025

Sicherheit außer Kontrolle: Russische Banken sperren Konten wildwüchsig

Die sogenannte Bekämpfung von Betrügereien im russischen Bankensektor nimmt immer bizarrere Züge an:

Ein Fall aus Tscheliabinsk zeigt das Ausmaß der Absurdität: Einer Frau namens Rusalina wurde das Bankkonto gesperrt, weil sie Geld für Neujahrsgeschenke von Schülern zwei ganzer Schulklassen und deren Lehrer sammelte.

Rusalina hatte ihre Bankdaten in die Eltern-Chats gesendet. Innerhalb von zwei Tagen erhielt sie über 50.000 Rubel von etwa hundert Überweisungen. Doch dann kam die schockierende Mitteilung: Die Sicherheitsabteilung der Bank hatte „verdächtige Aktivitäten" bemerkt und alle ihre Konten eingefroren.

Um die Blockade aufzuheben, verlangte die Bank detaillierte Nachweise für jede einzelne Transaktion. Rusalina sandte Screenshots aus den Eltern-Chats, erklärte die Situation ausführlich und bot den Bankmitarbeitern sogar an, selbst in den Chat-Gruppen nachzusehen und die Wahrhaftigkeit ihrer Aussagen zu überprüfen.

Daraufhin unterbreitete ihr die Bank ein merkwürdiges Angebot: Sie könne ihr Konto zwar permanent sperren lassen, hätte aber die Möglichkeit, einmalig die Gesamtsumme abzuheben.

Am 18. November 2025 äußerte sich die Direktorin der Russischen Zentralbank, Elvira Nabiullina, zu dem Thema. Sie bescheinigte dem Regulierungssystem, dass das deutlich gestiegene Aufkommen von Beschwerden über ungerechtfertigte Kontoblockaden zeige: Der Regulator habe bei der Betrugsprävention eindeutig "das Maß überschritten".

1 Kommentar:

  1. Bankster waren, sind und bleiben auch künftig eklige Gangster.

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