"Der ganze Abschaum, der irgendwo Geld gestohlen hat, geht nach London, dieser Abschaum geht schon seit 20 Jahren dorthin", meint der russische Präsidentensprecher Dmitrij Peskow: "Man stiehlt Geld, geht nach London und genießt dort Ehre und Respekt. Man wird quasi zum Ehrendieb. Man sitzt dort und gibt das Geld aus, das man gestohlen hat", fügt er hinzu. Peskow wies darauf hin, dass niemand in Großbritannien mit den russischen Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten möchte und man hat auch nicht vor, solche kriminellen Personen an Russland auszuliefern: "Das ist eine Oase für Kriminelle".
Russische Nachrichten auf Deutsch: Aktuelle News, Mitteilungen von Behörden und Unternehmen sowie virale Social-Media-Postings
Sonntag, 3. April 2022
Kremlsprecher über London
Explosion in der russischen Grenzregion Belgorod
In der Region Belgorod kam es zu einer Explosion, gefolgt von herabfallenden Trümmern. Die Trümmer fielen auf das Dorf Tomarowka in der Region Belgorod, die an die Ukraine grenzt. Der Verkehr wurde dadurch blockiert, aber vermutlich nicht lange. Es gab weder Verletzten noch Zerstörungen:
"In Tomarowka ist alles ruhig. Es gab einen Knall, Trümmer fielen auf den Boden. Die Straße wurde abgesperrt und die Rettungskräfte wurden gerufen. Die Trümmer wurden untersucht - sie stellen keine Gefahr dar und wurden entfernt", sagte Bezirksleiter Oleg Medwedew.
Gastransit geht weiter
Gazprom liefert weiterhin wie gewohnt russisches Gas nach Europa über die Ukraine, so der Holding-Sprecher Sergej Kuprijanow.
Ergebnisse der Aktionen russischer Luftstreitkräfte
Russisches Verteidigungsministerium:
Über Nacht trafen russische Militärflugzeuge 51 ukrainische Militäreinrichtungen, darunter vier Gefechtsstände, zwei Osa-AKM SAM-Raketenwerfer, zwei Artilleriebatterien, zwei MLRS-Einheiten, vier Felddepots für Raketen- und Artilleriewaffen und Munition sowie 32 Stützpunkte und Konzentrationsgebiete für militärisches Gerät der ukrainischen Streitkräfte.
Ölraffinerie in Odessa angegriffen
In der Nacht zum 3. April schlugen russische Truppen mit Raketen auf Einrichtungen in Odessa ein. Einheimische berichten, dass die Ölraffinerie in Odessa brennt. Die Raffinerie in Odessa wurde bereits 2013 stillgelegt, und seitdem wird dort kein Kraftstoff mehr hergestellt. Die Raffinerie verfügt jedoch über große Lagertanks für Kraft- und Schmierstoffe, die das Ziel eines Angriffs russischer Truppen sein könnten, die in den letzten zwei Wochen systematisch Öldepots und Kraftstofflager in der gesamten Ukraine in Brand gesetzt haben.
Kasachstan: ausländischer Geheimdienstagent festgenommen
In Kasachstan wurde ein ausländischer Geheimdienstagent festgenommen, der ein Attentat auf den Präsidenten plante. Nach Angaben des Nationalen Sicherheitskomitees von Kasachstan plante der Festgenommene außerdem terroristische Aktionen gegen Geheimdienst- und Strafverfolgungsbeamte. Der Mann gestand, im Auftrag und im Interesse eines ausländischen Staates zu arbeiten. Zuvor hatte er in sozialen Netzwerken russenfeindliche Beiträge gepostet und damit antirussische Propaganda in Kasachstan verbreitet.
Humanitärer Korridor von Mariupol
Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, wurde auf Ersuchen Erdogans an Putin beschlossen, bei der Evakuierung von Ausländern zu helfen, die von Nazi-Kämpfern in Mariupol als Geiseln gehalten werden. Die russischen Streitkräfte öffneten am 3. April um 0.00 Uhr Moskauer Zeit einen humanitären Korridor von Mariupol nach Berdjansk, um die humanitäre Operation durchzuführen und die strikte Einhaltung des Waffenstillstands auf der Verkehrsroute zu gewährleisten.
Samstag, 2. April 2022
Litauen verzichtet auf Gas aus Russland
Nach Angaben des litauischen Energieministeriums sei das Gastransportsystem des Landes seit Anfang des Monats ohne russische Gasimporte in Betrieb. Der gesamte Bedarf an litauischem Gas soll über das Flüssiggasterminal in Klaipeda gedeckt werden. Der Zeitplan sieht vor, dass jeden Monat drei große Ladungen Flüssigerdgas am Terminal ankommen, was für alle Kunden ausreichen müsste. Bei Bedarf könnte Gas auch über Gasverbindungen mit Lettland und Polen nach Litauen geliefert werden.
Präsident von Südossetien besucht Mariupol
Heute brachte der südossetische Präsident Anatoli Bibilow zusammen mit dem Chef der "Kampfbrüderschaft" Dmitri Sablin eine humanitäre Fracht in eines der Krankenhäuser in Mariupol: Medikamente, darunter besonders notwendiges Insulin, das in der Stadt kaum noch vorhanden ist. Während der Reise sprach Bibilow mit der Krankenhausverwaltung, Freiwilligen und Einwohnern von Mariupol. Es wurde eine Liste mit dem Bedarf für die nächste Lieferung erstellt. Dies ist nicht das erste Mal, dass Südossetien der brüderlichen Republik hilft. Humanitäre Hilfe wird aus dem Kaukasus seit 2014, dem Beginn der Kampfhandlungen, in die Donezker Republik geliefert.
Treibstofflager in Chmelnizkij vernichtet
Ein Treibstoff- und Schmiermittellager in der ukrainischen Region Chmelnizkij wird getroffen.
Versuchte Massenunruhen in Energodar
Die russische Gendarmerie hat den Versuch vereitelt, im Zentrum von Energodar (ukrainische Region Saporoschje), der Stadt, wo sich eines der größten Kernkraftwerke Europas befindet, Unruhen zu veranstalten. Berichten zufolge inszenierten pro-ukrainische Aktivisten eine Provokation in der Stadt.
Etwas mehr zur Geschichte eines berühmten französischen Modehauses
Posting der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa über lange nazistische Traditionen des französischen Modehauses Chanel gibt es hier in deutscher Übersetzung:
https://www.rusfunker.com/2022/04/ungebrochen-starke-nazi-traditionen.html
Militärische Ergebnisse der letzten Stunden
Bericht des russischen Verteidigungsministehrums:
Heute Morgen zerstörten luft- und seegestützte Präzisionswaffen mit großer Reichweite die Benzin- und Diesellager der Ölraffinerie Krementschug, die zur Versorgung der ukrainischen Streitkräfte in den zentralen und östlichen Teilen der Ukraine genutzt wurde.
Hochpräzise Flugkörper zerstörten Militärflugplätze in den Städten Poltawa und Dnepropetrowsk.
Russische Luftabwehrkräfte schossen zwei ukrainische Mi-24-Hubschrauber in der Nähe von Sumy und dem Dorf Uroschajnoje ab. Außerdem wurden vierundzwanzig ukrainische Drohnen in der Luft zerstört.
In der Nacht wurden 67 ukrainische Militäreinrichtungen von operativ-taktischen Flugzeugen der russischen Luftstreitkräfte und Raketentruppen getroffen. Darunter: zwei Gefechtsstände, zwei Depots für Raketen- und Artilleriewaffen und Munition, neun Feldartilleriegeschütze und Mörser sowie 54 Bereiche, in denen militärisches Gerät der ukrainischen Armee konzentriert ist.
Extremes Fahren in der Ukraine
In der ukrainischen Region Sumy hat das ukrainische Militär eine Brücke gesprengt, aber das Leben geht weiter, und die Bürger haben nun anscheinend keine andere Wahl, als die Brückenreste auf eigene Gefahr zu befahren.
Druck auf russische Sportler
Die russischen Tennisspieler werden gezwungen, die militärische Sonderoperation in der Ukraine öffentlich zu verurteilen, da sie sonst nicht an Wettkämpfen teilnehmen dürfen.
Der russische Botschafter in Großbritannien Andrej Kelin teil mit, dass insbesondere die Organisatoren des Wimbledon-Turniers von den russischen Tennisspielern eine Verurteilung des Sondereinsatzes in der Ukraine fordern würden. Wenn sie dies nicht öffentlich tun, drohe ihnen der Ausschluss vom Wettbewerb, so der Diplomat.
Andererseits sieht das russische Recht sehr strenge - bis hin zu strafrechtlichen - Konsequenzen vor, wenn man das russische Militär öffentlich in Misskredit bringt und zur Behinderung des Einsatzes der russischen Armee aufruft.
