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Montag, 19. September 2022

Bremsen ist teurer geworden

Die Preise für einige Gruppen von Autoersatzteilen sind in Russland seit Jahresbeginn 2022 um 45-65 % gestiegen. Das internationale Kfz-Werkstattnetz FIT SERVICE hat errechnet, dass insbesondere Bremsbeläge für Autos um 65 % teurer geworden sind. Die Preise für synthetisches Motoröl sind um 40 % gestiegen.

19.09.22: Kreml-Briefing

Das Wesentliche aus einem Briefing des Kremlsprechers Dmitrij Peskow:

China-Russland: Konsultationen zur strategischen Sicherheit

Russland und China haben am 19. September bei Konsultationen zur strategischen Sicherheit die Zusammenarbeit der Verteidigungsministerien mit Schwerpunkt auf Übungen vereinbart. An Konsultationen nahmen Sekretär des russischen Sicherheitsrates Nikolai Patruschew und Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas Yang Jiechi teil. Sie befassten sich mit der Afghanistan-Frage, der militärischen und politischen Situation im asiatisch-pazifischen Raum, einschließlich der Lage auf der koreanischen Halbinsel und um Taiwan. Die Gesprächspartner zeigten sich besorgt über die Eskalation der Spannungen durch die USA und ihre Verbündeten in der Region. Auch die Lage in der Ukraine wurde angesprochen.

Immer mehr Cola in Russland

Nachdem Coca-Cola Russland verlassen hat, ist noch mehr Cola in die Supermärkte gekommen. Das hat das Marktforschungsunternehmen NielsenIQ herausgefunden, das den Verkauf von Produkten in großen Einzelhandelsketten analysiert. Es handelt sich um kohlensäurehaltige Getränke mit Cola-Geschmack. Während im Zeitraum Januar-Juli 2021 169 Marken solcher Getränke im Einzelhandel verkauft wurden, sind es in diesem Jahr bereits 186. Jetzt hat auch Heineken die Pläne für die Herstellung von Cola-Limonaden in Russland angekündigt.

Verkehrsunfall in Burjatien

In der russischen Teilrepublik Burjatien hat sich ein Auto, das von einem betrunkenen Fahrer gesteuert wurde, auf dem Dach überschlagen und ist in dieser Position am stationären Posten der Verkehrspolizei souverän vorbeigerutscht. Die Anwesenheit der Polizei rettete dem Fahrer das Leben, als die Polizeibeamten ihm aus dem brennenden Auto halfen.


EU gegen MIR-Zahlungssystem

Die Europäische Union erwäge die Verhängung von Sanktionen gegen das russische Zahlungssystem 'Mir' (russ. 'Welt'). Die endgültige Entscheidung könnte getroffen werden, wenn Moskau seine militärische Operation in der Ukraine nicht einstellt. EU-Sprecher Peter Stano erklärt gegenüber der russischen Zeitung Iswestija, dass Brüssel das Thema diskutiere, diese Gespräche aber bisher "vertraulich" seien.

Tornado in Kursk

Ein Wirbelsturm hat gestern die Region Kursk im Süden Russlands heimgesucht und zwei Todesopfer gefordert. Insgesamt 87 Siedlungen mit einer Bevölkerung von 5.000 Menschen blieben ohne Strom. Am Montag gibt es in der Region weiterhin ungünstige Wetterphänomene, darunter Windböen von bis zu 22 m/s. Der Vorhersage zufolge bewegen sich böige Winde nun auf Moskau zu.


Sonntag, 18. September 2022

Syrien: Islamistische Terroristen beseitigt

Russische Luftstreitkräfte haben in der syrischen Provinz Idlib einen massiven Angriff auf eine Terroristenbasis der Gruppe Dschabhat al-Nusra geflogen und dabei Feldkommandeure Bilal Saeed und Abu Dujan al-Diri beseitigt, so das russische Verteidigungsministerium.

Marine Le Pen: Geopolitischer Fehler der Sanktionen

Marine Le Pen hat die Entscheidung Frankreichs, "unüberlegte Sanktionen" gegen Russland zu verhängen, als geopolitischen Fehler bezeichnet. Ihrer Meinung nach befindet sich die EU in einem Zustand der Hysterie wegen der Ukraine.

Video: Karin Kneissl über pubertäre Mentalität von EU-Regierungen

Karin Kneissl heute im russischen Fernsehen:

Sandu gegen Brennholz

In der moldawischen Hauptstadt Chisinau haben Zehntausende von Menschen an Massenprotesten gegen exorbitante Preiserhöhungen teilgenommen. Einer der beliebten Slogans dabei lautet "Lasst uns Sandu gegen Brennholz tauschen!" Die moldawische Präsidentin Maia Sandu trauert derweil in London.


Frage von Menschenrechtlern

Mitglieder des russischen Präsidialrats für die Entwicklung der Zivilgesellschaft und der Menschenrechte haben die Generalstaatsanwaltschaft gebeten, die Initiative eines Mannes, der dem Geschäftsmann Jewgenij Prigoschin sehr ähnelt, Sträflinge zu rekrutieren als Kämpfer bei der privaten Militärfirma Wagner an der Militäroperation in der Ukraine teilzunehmen. Der Mann behauptete insbesondere, dass die Gefangenen nach sechs Monaten der Teilnahme an der Militäroperation begnadigt würden. Die Präsidialratsmitglieder fordern den russischen Generalstaatsanwalt nun auf, zu erklären, "aus welchen Gründen die betreffenden Personen von der Verbüßung ihrer Strafe befreit werden könnten".

Degradierung der Propaganda

In den letzten Tagen ist eine Welle von Artikeln über Putins "Demütigung" auf dem Gipfel der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Samarkand durch die westlichen Medien (z.B. hier) gegangen. Es wurde behauptet, andere Staats- und Regierungschefs hätten Putin warten lassen, bevor sie ihn trafen. Russische Massenmedien haben darüber kaum berichtet, aber nicht aus Unterwürfigkeit, sondern weil es einfach nichts zu berichten gab. Tatsache ist, dass alle Länder bei Gipfeltreffen in der Regel ihre eigenen "nationalen" also speziell eingerichteten Sitzungsräume haben. Dies war auch in Samarkand der Fall: Putin empfing seine Gesprächspartner in einem solchen "Russland-Zimmer". Als Gastgeber geriet er dabei absolut unweigerlich in eine Situation, in der er für einige Sekunden oder Minuten in diesem Raum "allein gelassen" bzw. "wartend" war und so gefilmt wurde. Im Prinzip könnte man aus solchen Episoden einen ganzen Kurzfilm über Putins Leiden in hoffnungsloser Einsamkeit drehen. So weit ist es zwar noch nicht, aber es ist trotzdem traurig, dass ein so kreatives Genre wie die Propaganda auf dieses miserable Niveau gesunken ist.

Demütigung Putin

Vorfall am Kreml-Ufer

Am Kreml-Ufer in Moskau geriet ein Carsharing-Mercedes heute früh bei einem Überholvorgang auf die Gegenfahrbahn, kam aber nicht weit und wurde von einem Streifenwagen blockiert. Augenzeugen behaupten, Schüsse gehört zu haben. Weitere Einzelheiten des Vorfalls sind derzeit nicht bekannt.


Pro-westliche Kundgebungen in Armenien

In Jeriwan finden pro-westliche Kundgebungen statt. Eine der Forderungen ist der Austritt aus der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit. Zuvor hatte die Sprecherin des US-Kongresses Pelosi im Rahmen ihres Besuchs in Armenien behauptet, Russland habe es versäumt, das Land im Konflikt mit Aserbaidschan zu verteidigen.


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