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Donnerstag, 5. Januar 2023

Löwen und Menschen

Ein Löwe hat einen Dompteur im Zirkus von Sotschi während einer Vorstellung angegriffen. Der Tiertrainer erlitt mehrere Riss- und Stichwunden. Der Mann wurde von seiner Frau und Kollegin vor dem Tod gerettet. Die Frau vertrieb den Löwen, woraufhin die Mitarbeiter der Arena mit Wasserwerfern und einer Lärmgranate die Tiere verwirrten und sie zwangen, die Arena zu verlassen.
Wenig später schrieb der gerettete Dompteur:
Männliche Löwen sind die raffiniertesten und gefährlichsten Raubtiere unter den Raubkatzen. Sie sind Rudeltiere, sie handeln als Gruppe. Einer von ihnen hat sich heute für die anderen eingesetzt. Ist es möglich, dies zu vermeiden? Nein.


Französische Radpanzer für die Ukraine

Die von Paris zugesagten AMX-10RC-Radpanzer könnten nach Angaben des französischen Außenministeriums in den nächsten Wochen oder Monaten an die Ukraine geliefert werden.

Aus der Winterluft gegriffene Sensationen

In letzter Zeit gibt es in den russischen Medien eine deutliche aber seltsame Tendenz, banale Wettervorhersagen im Katastrophenstil darzubieten. Die beschriebenen Wetterereignisse sind dabei in der Regel völlig normal für die jeweilige Jahreszeit. Für solch eine permanente wettermäßige Panikmache soll es bestimmt Gründe geben, die allerdings (noch) nicht nachvollziehbar sind. Hier ist zum Beispiel ein Bericht von heute:
In Moskau wurde wegen anormalen Frosts die Gefahrenstufe Orange ausgerufen. Das hydrometeorologische Zentrum warnt vor durchschnittlichen Tagestemperaturen, die vom 5. bis 7. Januar 9-17°C unter der Klimanorm liegen. Am 6. Januar werden die Moskauer mit Nachttemperaturen von minus 29 Grad Celsius die kältesten fünf Tage seit der Jahrtausendwende erleben. Der stellvertretende Bürgermeister der Hauptstadt berichtet, dass sich die Heizkörper in den Wohngebäuden der Stadt bis zum Maximum aufheizen werden. Die Kühlmitteltemperatur steigt dann auf 130 Grad.

Wirbel um Australian Open

Die Organisatoren der Australian Open weigern sich, Tennisspieler aus Russland auszuschließen. Der australische Tennisverband wolle seine Haltung zur Teilnahme russischer und weißrussischer Sportler am diesjährigen Grand-Slam-Turnier nicht ändern, berichtet der Sydney Morning Herald unter Berufung auf eine Erklärung der Organisation:
"Spieler aus Russland und Weißrussland können an internationalen Tennisveranstaltungen in einem neutralen Status teilnehmen, und dies wird bei den Australian Open Tennis Championships 2023 der Fall sein."
Zuvor hatte der ukrainische Botschafter in Australien Wasilij Miroschnitschenko Tennis Australia öffentlich aufgefordert, Russen und Weißrussen nicht zur Teilnahme am Grand-Slam-Turnier zuzulassen. Er bezeichnete die Haltung des Verbandes als "prinzipienlos" und kündigte an, er werde ein Treffen mit dem Leiter der Organisation, Craig Tiley, anstreben. Die Australian Open finden vom 16. bis 29. Januar statt.

Wolodin über drohende Probleme Deutschlands

Wjatscheslaw Wolodin reflektiert über europäische und vor allem deutsche Probleme der nächsten Zukunft:

Wagner: Sechsmonatiger Vertrag erfüllt

Die erste Gruppe ehemaliger Häftlinge, die als Freiwillige in der Wagner-Gruppe an der Spezialoperation in der Ukraine teilgenommen haben, hat ihren sechsmonatigen Vertrag erfüllt und alle ihre Strafen getilgt, so der Leiter der Wagner-Gruppe Jewgeni Prigoschin.

Wagner-Gruppe Jewgeni Prigoschi

Mittwoch, 4. Januar 2023

Die Ukraine mit Scholz unzufrieden

Die Ukraine droht Deutschland mit Krieg, weil es sich weigert, Panzer zu übergeben. Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine Alexej Danilow meint, die Deutschen könnten einen Krieg auf ihrem Territorium bekommen, wenn sie Waffenlieferungen an die Ukraine ablehnen:
"Wenn Bundeskanzler Olaf Scholz will, dass die Deutschen in der Nähe von Berlin und in der Nähe von Stuttgart auf deutschen Panzern mit den Russen kämpfen, dann kann er dieses Spiel fortsetzen: Soziologische Untersuchungen durchführen, ob wir Panzer bekommen sollen oder nicht."

Plausibler Grund?

McDonald's beabsichtigt, sein Geschäft in Kasachstan aufgrund von Engpässen bei den Fleischlieferungen zu schließen.

Wahrheit per Zufall

In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar zeigte der polnische Fernsehsender TVP während einer Nachrichtensendung einen Ticker mit dem Text "Bohaterska oborona Rosji" ("Heldenhafte Verteidigung Russlands"). Die führenden polnischen Medien berichteten über den Vorfall. TVP Info hat sich allerdings noch nicht zu dem Vorfall geäußert.

Heldenhafte Verteidigung Russlands

Putin startet Langstreckenfahrt einer Fregatte

Der russische Präsident Wladimir Putin hat live auf Sendung über das Auslaufen der Fregatte Admiral Gorschkow zu einer Langstreckenreise berichtet. Nach Ansicht des Staatschefs stelle das Auslaufen eines Schiffes nichts Ungewöhnliches dar. Diesmal sei die Admiral Gorschkow jedoch mit Hyperschallraketen vom Typ Zircon ausgerüstet, so Putin.

Dienstag, 3. Januar 2023

Sacharowa und geistige Quarantäne für russische Kultur

Litauischer Kulturminister Simonas Kairys:
Mir gefällt die vorgeschlagene Idee, eine geistige Quarantäne für die russische Kultur einzuführen, um Werke abzulehnen, die uns akzeptabel erscheinen.

Maria Sacharowa:
Simonas, Minister für Kulturlosigkeit, ich kann Sie glücklich machen: Nach Ihren Äußerungen zu urteilen, befinden Sie sich schon seit langem in geistiger Quarantäne. Danke, dass Sie das zum Ausdruck gebracht haben. Wir haben über die Diagnose gerätselt. Ihr Geständnis ist einen Weltpreis wert. Ich weiß allerdings nicht, ob es ein Nobelpreis oder ein Darwin-Preis sein soll.

Russischer Paternalismus für neue Regionen

Die Anpassung der neuen Regionen der Russischen Föderation an die russische Realität wird ein wichtiger Trend in diesem Jahr sein. Der russische Ministerpräsident Michail Mischustin wies in den ersten Tagen des Jahres 2023 an, die Einführung der kostenlosen medizinischen Versorgung für die Bewohner der neuen Regionen zu beschleunigen. Die Bewohner dieser Regionen freuen sich sehr darauf. Die Situation ist dort immer noch nicht stabil. Das Jahr steht im Zeichen der beschleunigten Anpassung an die neu hinzugekommenen Regionen. Putins Russland steht für Paternalismus - staatliche Unterstützung für die Bevölkerung. In den neuen Regionen sollen so schnell wie möglich Sozialprogramme gestartet und eine soziale Infrastruktur geschaffen werden, so der Auftrag der russischen Regierung.

Zusammenstoss am Bahnübergang

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem elektrischen Zug und einem Auto, das auf einen Bahnübergang in der Region Moskau gefahren war, wurden drei Menschen getötet. Die Staatsanwaltschaft hat nun Videomaterial von dem Unfall veröffentlicht.


Russische Besorgnis über Japans Politik

Moskau sieht in der schrittweisen Abkehr Japans von seiner Politik der friedlichen Entwicklung eine ernsthafte Herausforderung für die Sicherheit Russlands und der asiatisch-pazifischen Region. Sollte das Land diese Strategie weiterverfolgen, werde Russland gezwungen sein, Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen, um die Bedrohung einzudämmen, so das russische Außenministerium.

GTT gegen russische Gastanker

Das französische Maschinenbauunternehmen GTT hat angekündigt, seine Arbeit in Russland einzustellen und die Zusammenarbeit mit dem Schiffbaukomplex Swesda zum 8. Januar zu beenden. Der Vertrag mit Swesda sah den Bau von 15 Gastankern der Eisbrecherklasse vor. Die Beteiligung des französische Unternehmens wird sich nun auf die Fertigstellung von zwei Schiffsprojekten beschränken.

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