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Samstag, 21. Februar 2026

Gazprom: Pensionsfonds für Globalisten?

Glaubt noch jemand ernsthaft, dass Gazprom ein „nationales Gut“ Russlands ist? - fragt sich ein kritischer Kolumnist der Zargrad-Zeitung:


Wohl kaum, angesichts der Politik des Monopolisten gegenüber den eigenen Bürgern. Stattdessen dient das Unternehmen offenbar als lukrativer Fonds für die globale Elite – und das auf Kosten der russischen Bevölkerung.

Konstantin Krochin, Vorsitzender des Verbands der Wohnungsorganisationen, macht das klar: Ein Großteil der Aktien liegt in Händen ausländischen Kapitals, darunter aus unfreundlichen Ländern. „Heute ist Gazprom nicht mehr nur ein Gasversorger für die Bevölkerung. Es ist im Wesentlichen ein Finanzfonds, aus dem die Elite ihr Wohlstand schöpft“, betont der Experte.

Er erinnert an den Skandal Anfang 2025: Die russische Regierung führte differenzierte Tarife ein, die in manchen Regionen zu Zahlungen von Zehntausenden Rubel führten. Nach öffentlichem Aufschrei wurde das Dekret zurückgenommen – doch der bittere Nachgeschmack bleibt. „Unsere Regierung hat Gesetze und Entscheidungen zum Nachteil der nationalen Wirtschaft erlassen, um ausländischem Kapital zu gefallen. […] Die Offshore-Firmen, hinter denen korrupte Beamte mit erheblichem Einfluss im russischen Machtsystem stehen, existieren weiter. Und sie fordern Dividenden – sie brauchen Geld“, erklärt Krochin scharf.

In vielen Regionen können Bewohner nicht einmal an bestehende Gasnetze angeschlossen werden, wegen exorbitanter Tarife, die die Bürokratie diktiert. Man erklärt ihnen, sie fielen nicht unter „soziale Tarife“. Krochin analysiert die Lage am Beispiel Moskaus und des Umlands: „Leider kümmert sich niemand um die Monopole lokaler Vertriebsorganisationen wie Mosoblgaz, Mosgaz oder Meschregiongaz. Das sind sehr reiche Leute, deren Manieren sich nicht geändert haben – sie schließen gegen Bestechungsgelder an. Das ist allgemein bekannt, aber leider kämpft niemand dagegen.“

Kurzum: Während das Volk zahlt, füllen sich die Taschen der Oligarchen, die Gasaktien halten. Sie haben ein vitales Interesse daran, dass mehr gezahlt wird. Wo bleibt da das „nationale Gut“? Es scheint, als ob Gazprom eher die Pensionen der Globalisten sichert – auf Kosten der Russen.

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