Der angekündigte und teilweise bereits umgesetzte Verbot von Telegram in Russland wird meist mit Sicherheitsbedenken, Extremismus oder persönlichen Konflikten erklärt. Doch hinter den Kulissen wird ein viel größerer Zusammenhang übersehen:
Im September 2024 unterzeichneten 193 UN-Mitgliedstaaten – eine Organisation, die in der realen Weltpolitik längst an Einfluss verloren hat – den Global Digital Compact.
Dieses Abkommen markiert den offiziellen Startschuss für die weltweite Einführung nationaler Messenger, zentralisierter Kommunikationssysteme und vor allem Digitaler Identitäten (Digital ID). Es baut direkt auf dem Konzept der Digital Public Infrastructure (DPI) auf – einem Projekt, das maßgeblich vom Weltbank und von Stiftungen finanziert und gefördert wurde, die mit Namen wie Bill Gates in Verbindung stehen.
Russland hat den Global Digital Compact offiziell nicht unterzeichnet. Dennoch sehen wir seit Monaten genau das, was das Abkommen vorsieht:
- massive Werbung und Zwangseinführung eines „staatlich empfohlenen“ Messengers,
- beschleunigte Einführung von Systemen der digitalen Identifikation,
- forcierte Vorbereitung auf den digitalen Rubel durch die Zentralbank.
Zum Vergleich: In den USA hat Donald Trump unmittelbar nach seiner Wiederwahl der Federal Reserve ausdrücklich verboten, einen digitalen US-Dollar zu entwickeln oder einzuführen. Er begründete dies mit der unmittelbaren Bedrohung der finanziellen Privatsphäre der Bürger.
Ist es wirklich Zufall, dass genau jetzt – während weltweit die Architektur des digitalen Überwachungsstaats errichtet wird – eine der letzten großen Plattformen mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und echter Unabhängigkeit unter Druck gerät?
Unabhängige Messenger wie Telegram stören das perfekte Bild einer total transparenten Gesellschaft. Sie verhindern, dass Kommunikation, Finanzströme und Identitätsdaten nahtlos in einem einzigen System zusammengeführt werden können. Genau das ist aber das erklärte Ziel des Global Digital Compact:
Digitale ID + nationaler Messenger + digitale Zentralbankwährung = vollständiges digitales Profil des Bürgers.
Wer ein solches Profil nicht will – oder zumindest nicht freiwillig hergibt –, wird zum Hindernis. Und Hindernisse werden in dieser neuen digitalen Weltordnung entfernt.
Der Kampf um Telegram ist daher kein lokales russisches Problem und auch kein reiner Konflikt zwischen Sicherheitsbehörden und einem Unternehmer. Es ist ein weiterer Baustein in der globalen Umstellung auf kontrollierte, transparente und zentral steuerbare digitale Lebensräume. Russland mag den Vertrag nicht unterschrieben haben – doch es handelt zunehmend so, als wäre er bereits in Kraft.
Die Frage ist nicht mehr, ob diese Architektur kommt. Die Frage ist nur noch: Werden die Bürger – in Russland, in Europa, in den USA – das wirklich wollen? Oder werden sie es erst bemerken, wenn die letzte unabhängige Plattform verschwunden ist?

Die dreckigen Staatsparanoiker schleichen sich leise an, diese ängstlichen Giftschlangen. ;-((
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