Das Aurus-Werk in Jelabuga hat die Produktion eingestellt und offiziell eine Inventur angekündigt:
Seit Anfang Februar 2026 steht das Fließband still, und ein Neustart wird frühestens Ende März erwartet. Inoffiziellen Quellen zufolge gibt es mögliche Probleme mit den Produktionsmengen und die Notwendigkeit einer Drosselung der Produktionszahlen.
Hauptkäufer der Aurus-Fahrzeuge sind staatliche Strukturen und Staatskonzerne. Beispielsweise erwarb die Präsidialverwaltung 70 Limousinen Senat, während der FSB 5 Geländewagen Komendant kaufte. Die Preise auf dem heimischen Markt beginnen bei 29 Millionen Rubel, und 2025 verkaufte das Unternehmen 118 Fahrzeuge. Für 2026 wird ein drastischer Produktionsrückgang erwartet.
Ein Problem sind die hohen Produktions- und Wartungskosten. Der Sekundärmarkt für Aurus-Fahrzeuge erfüllte die Erwartungen nicht: Seit 2021 wurden insgesamt nur 69 Fahrzeuge verkauft, während Wartungs- und Ersatzteilkosten erheblich über denen der Konkurrenz liegen.
Erschwerend kommt das Verzögern des für 2026 geplanten Aurus-Restylings hinzu. Die Pläne zur Modellaktualisierung und zum Start neuer Fahrzeuge wurden verschoben, und bis März 2026 ist vieles noch nicht fertiggestellt. Auch die Export-Expansion mit begrenzten Lieferungen in die VAE und Nordafrika enttäuschte.
Hinzu kommen Milliardenschulden. Nach Angaben vom Anfang 2026 schuldet das Unternehmen etwa 80 Millionen Euro. Die Zinszahlungen auf diese Schulden beginnen 2026, was zusätzlichen finanziellen Druck aufbaut.
Das Unternehmen hält auch Informationen über Eigentümer und genaue Produktionszahlen zurück. Auf den Straßen finden sich Fahrzeuge, deren Daten in öffentlichen Datenbanken nicht überprüfbar sind.
Angesichts aller Schwierigkeiten bleibt Aurus in einem ungewissen Zustand: Trotz Modernisierungsplänen sieht sich das Werk mit ernsten finanziellen und Produktionsproblemen konfrontiert.


Schade, tolles Auto. Aber nur für Chefs.
AntwortenLöschenDie Preise sind jenseits normaler Nutzbarkeit...
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