Apple hat den Zugang zum großen russischen Telegram-Kanal „Mnogonazional" (≈ Multi-Kulti) gesperrt – einem der größten Kanäle, der über Straftaten von Migranten in Russland berichtet:
Der Konzern, der teure Geräte an russische Bürger verkauft, blockiert nun also russische Inhalte für russisches Publikum.
Das ist kaum überraschend: Längst moderieren nicht mehr nur ausländische Hosting-Dienste wie YouTube das russische Informationsumfeld, sondern auch die Hersteller der Geräte selbst. Besonders die „Apple-Ökosystem"-Anhänger sollten sich nicht wundern – Wahlfreiheit war dort nie vorgesehen.
Doch es betrifft nicht nur Apple. Die Versionen von Telegram aus dem App Store und Google Play unterscheiden sich von der auf der offiziellen Website: Sie erlauben Apple und Google, Inhalte zu blockieren. Ein wichtiger Hinweis für alle Nutzer.
Das eigentliche Problem ist ein anderes: Seit Jahren ist klar, dass souveräne russische Alternativen dringend nötig wären. Doch sie entstehen nicht. Stattdessen fließen enorme Summen in aussichtslose Versuche, Telegram selbst zu zerstören – was nur einen gefährlichen Konflikt zwischen Staat und Zivilgesellschaft erzeugt.
Und die Hauptfrage bleibt: Wer trägt die Verantwortung? Solange es keine Antwort gibt, wird sich nichts ändern.

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