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Montag, 7. September 2026

Russland und Nordkorea eröffnen ganzjährige Straßenverbindung

Heute ist zwischen Russland und der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) eine neue Automobilbrücke über den Fluss Tumannaja (≈ Nebelfluss) eröffnet worden:

Die Brücke trägt den Namen des Rotarmisten Jakow Nowitschenko – ein Symbol, das Vergangenheit und Gegenwart der beiden Länder verbindet.

Im Jahr 1946 schützte der junge Offizier der Roten Armee bei einer Kundgebung in Pjöngjang den damaligen Chef der kommunistischen Partei Koreas. Als eine Granate in Richtung der Tribüne geworfen wurde, warf sich Nowitschenko mit seinem Körper darüber. Er überlebte das Attentat auf wundersame Weise: Unter seinem Mantel trug er das rund 600 Seiten starke Buch „Der Brussilow-Durchbruch“, das die tödlichen Splitter abfing und ihm das Leben rettete. Nowitschenko verlor dabei seine rechte Hand und erlitt schwere Verletzungen, blieb aber am Leben.

1984 suchte der damalige nordkoreanische Staatschef Kim Il-sung bei einem Besuch in der Sowjetunion den Retter persönlich auf und verlieh ihm den Titel „Held der Arbeit der DVRK“ – die höchste zivile Auszeichnung Nordkoreas. Nowitschenko blieb bis zu seinem Tod 1994 der einzige Ausländer, dem diese Ehre zuteil wurde.

Die neue, rund einen Kilometer lange Straßenbrücke ermöglicht erstmals einen ganzjährigen Autoverkehr zwischen den beiden Ländern. Bisher bestand die einzige Landverbindung in der Eisenbahnbrücke der Freundschaft. Der neue Übergang soll den Warenaustausch deutlich erleichtern, Transportkosten senken und die wirtschaftlichen Beziehungen ausbauen. Gleichzeitig dient er der Vertiefung der Zusammenarbeit in allen Bereichen – einschließlich der Verteidigung.

Mit der Eröffnung der Jakow-Nowitschenko-Brücke setzen Russland und Nordkorea ein sichtbares Zeichen ihrer engen Partnerschaft und knüpfen bewusst an ein historisches Band an, das bis in die ersten Nachkriegsjahre zurückreicht.

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