Die russische Zentralbank empfiehlt den Banken, die Herkunft größerer Bargeldbeträge künftig systematisch zu prüfen:
Für Privatpersonen gilt ein Schwellenwert von fünf Millionen Rubel (einmalig oder im Monat), für Unternehmen und Selbstständige jeder Betrag. Betroffen sind Einzahlungen, bargeldlose Überweisungen ohne Konto, Gold- und Diamantenkäufe sowie der Devisentausch gegen Bargeld. Fehlen Belege oder bleiben Zweifel, kann die Bank die Transaktion als verdächtig einstufen und ablehnen.
Offiziell geht es um Geldwäsche und die Legalisierung illegaler Einnahmen. In der Praxis trifft die Maßnahme vor allem jene, die das Bargeld in den letzten Jahren überhaupt erst als sicheren Hafen entdeckt haben. Steuern auf Zinserträge, wiederholte Angriffe auf Bank-Rechenzentren und das schwindende Vertrauen in den bargeldlosen Zahlungsverkehr haben viele Bürger dazu gebracht, größere Summen physisch zu halten. Nun wird genau dieses Verhalten unter Generalverdacht gestellt.
Der Kreis schließt sich: Zuerst drängt der Staat die Menschen ins Bargeld, dann behandelt er eben dieses Bargeld als potenzielles Verbrechen. Die Beteuerung, ehrliche Bürger seien nicht betroffen, klingt hohl. Eine Rentnerin, die jahrelang „unter der Matratze“ gespart hat, soll künftig beweisen, dass sie keine Kriminelle ist. Wer keine lückenlose Dokumentation vorlegen kann, riskiert, dass ihm der Zugang zu seinem eigenen Geld verweigert wird.

Überall dasselbe Procedere. Hier wollen sie neue Euroscheine drucken, das Design darf der Pöbel bestimmen. Wer grössere Mengen der bisherigen Euroscheine zu Hause gelagert hat, kommt dann in Bedrängnis. Größere Summen umtauschen.... Herkunftsnachweis!
AntwortenLöschenOb dann genügt, ich habe jahrelang zu Hause deponiert, darf bezweifelt werden.
Wer hier wem misstrauen sollte, muss, ist wohl klar.