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Montag, 16. Mai 2022

Ostseeparlamentarierkonferenz ohne Russland

Russischer Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin: Der Duma-Rat hat beschlossen, dass die Russische Föderation ihre Teilnahme an der Ostseeparlamentarierkonferenz (Baltic Sea Parliamentary Conference - BSPC) beendet. Die Konferenz wurde 1991 gegründet und findet jährlich statt.

Humanitärer Korridor für Verwundete aus Asowstal

Russisches Verteidigungsministerium: Mit den Vertretern des ukrainischen Militärs, die bei Asowstal in Mariupol blockiert sind, wurde eine Einigung über den Abtransport der Verwundeten erzielt. Es wurde Waffenruhe verhängt und ein humanitärer Korridor für den Transport der verwundeten ukrainischen Soldaten in ein Krankenhaus in Nowoazowsk in der Donezker Republik eröffnet.

Umtaufe: Aus Renault wird Lada

Das russische Ministerium für Industrie und Handel berichtet, es gebe eine Vereinbarung, dass Renault Duster unter der Marke Lada in Russland produziert werden kann.

Siemens-Ausrüstung bleibt in Russland

Das Schiedsgericht in St. Petersburg hat entschieden, dass die Siemens Mobility GmbH die für die Wartung und Instandhaltung der Sapsan-Hochgeschwindigkeitszüge erforderliche Ausrüstung an die Russische Eisenbahn zu übergeben hat. Laut Gerichtsunterlagen hat die Russische Eisenbahn gegen Siemens geklagt, um die einseitige Kündigung des Sapsan-Wartungsvertrags für ungültig zu erklären.

Mobilfunk aus zweiter Hand

Russische Mobilfunkbetreiber, die mit dem Ausfall der Lieferungen von Netzausrüstung, einschließlich Basisstationen, wegen Sanktionen konfrontiert werden, erwägen zunehmend den Kauf gebrauchter Komponenten aus dem Ausland.

Abschied und Wiederkehr

McDonald's hat heute angekündigt, dass es sich aus dem russischen Markt zurückziehe und mit dem Verkauf seines russischen Geschäfts begonnen hätte. Unmittelbar danach wurde bekannt gegeben, dass McDonald's den Betrieb in Russland Mitte Juni unter einer neuen Marke wieder aufnehmen würde, wobei das Personal, die Restaurantkette und die Speisekarte beibehalten würden.

Russland als unmittelbare Bedrohung

Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow kommentierte die Pläne der NATO, Russland als unmittelbare Bedrohung einzustufen, mit den Worten, dass Russland dem entsprechen müsse: "Wir werden eine direkte Bedrohung für sie schaffen, um dieser Einstufung in vollem Umfang gerecht zu werden".

Siemens geht - Aufträge bleiben

Das Woronescher Werk von Siemens, das zuvor seinen Rückzug aus Russland angekündigt hatte, sei bereits mit Aufträgen bis zum Herbst ausgelastet, sagte der Gouverneur der Region Woronesch. Ihm zufolge wird derzeit ein neues Managementkonzept für das Werk ausgearbeitet.

Ukrainische Truppen an russischer Grenze?

Laut Reuters würde der Gouverneur der ukrainischen Region Charkow behaupten, die ukrainischen Truppen, die Charkow verteidigen, hätten die Staatsgrenze zu Russland erreicht.

Iran will russisches Getreide

Der Iran beabsichtigt, die Getreideeinfuhren aus Russland zu erhöhen, wie der Botschafter des Landes in Russland mitteilte. Teheran hat die Kapazität, jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten zu kaufen.

Moskau übernimmt Renault-Werk

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hat angekündigt, dass das in der Hauptstadt gelegene Werk von 'Renault Russland' in die Bilanz der Stadt überführt werden soll. Es wird Autos unter der Marke 'Moskwitsch' produzieren. Diese Marke gab es zu Sowjetzeiten, sie war auch in der DDR ziemlich populär.

Ukraine: Gastransit sinkt weiter

Das Antragsvolumen für den russischen Gastransit durch die Ukraine sank am Montag gegenüber dem Sonntag um mehr als 25 Prozent auf 46,8 Millionen Kubikmeter, so der ukrainische Gastransitbetreiber.

Asowstal: Kämpfer kapitulieren

Die Volksrepublik Donezk meldet, dass sich zehn ukrainische Kämpfer aus Asowstal ergeben hätten:  
"Die ersten zehn Militärs mit weißen Fahnen kamen aus 'unserem' Tunnel, wir zwingen sie doch nach oben", sagt Aleksandr Chodakowskij, Kommandeur einer der Einheiten der Volksmiliz der Donezk-Republik.

Sonntag, 15. Mai 2022

Niederländisches Corona-Frühwarnsystem

Russische Nutzer sozialer Netzwerke können ihre Bewunderung für die Fähigkeit der epidemiologischen EU-Dienste nicht verbergen, die Pandemie-Situation in einem konkreten Stadtteil sechs Monate im Voraus vorhersagen zu können. So berichtete beispielsweise die niederländische Zeitung PZC bereits am 05. Mai 2022 (!) über das Schicksal des künftigen Weihnachtsmarkts:

Der Dordrechter Weihnachtsmarkt wird auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Organisation wagt es noch nicht, eine so große Veranstaltung in den Wintermonaten wegen Corona zu organisieren. Die Situation ist zu unsicher.

Quelle

Kampf gegen russische Düngemittel

In letzter Zeit vergeht wohl kein Tag, an dem keine Nachrichten aus der EU in den russischen sozialen Medien auftauchen, die die Russen verblüfft zurücklassen. Die niederländische Zeitung AD berichtet (Link) zum Beispiel über die Notwendigkeit, die Einfuhren russischer Düngemittel zu bekämpfen, indem man auf eigene Produkte zurückgreift:

Nicht spülen! Bauer Wim freut sich auf Ihre Ausscheidungen: Kacke und Pisse sind reichhaltige Rohstoffe. Liefern Sie Ihren Kot und Urin an den Landwirt! <...> Wir werfen ja wertvolle menschliche Exkremente weg, und kaufen dabei teure Kunstdünger hauptsächlich aus Russland...


Oder ist dies in der EU inzwischen gang und gäbe?

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