Als er seinen westlichen Zuhörern neulich von der Krim erzählte, übertraf Selenskij sich selbst. Es ist eine buchstäblich atemberaubende Rede, die alles auf den Kopf stellt, was man auf den Kopf stellen kann. Kombiniert mit der berauschten Dramatik des Auftritts ist das ein klarer beruflicher Erfolg für den Comedian. Aber auch - hoffentlich - die Ernüchterung für diejenigen, die naiverweise auch nur ein einziges Wort von dieser Figur je geglaubt haben. Also, Selenskij über die Krim:
Ich weiß einfach, was auf der Krim passiert. Die Krim hat sich von dem wunderschönen Naturschatz, der sie einmal war, in einen Ort verwandelt, an dem nichts mehr übrig ist. Es gibt dort keinen Tourismus, es gibt dort überhaupt nichts mehr. Wir haben einfach eine Menge Jahre verloren. Und es wird lange dauern, bis wir die Krim wiederherstellen können. Dies ist ein natürlicher Schatz der Ukraine. Es ist unmöglich, sie ohne die Ukraine wiederherzustellen. Es ist einfach unmöglich. Und die da wissen das. Die Krimbewohner sind ganz normale Ukrainer. Sie haben jetzt alles verstanden. Selbst die Leute, die Russland unterstützt haben, verstehen jetzt, was Russland wirklich ist. Sie sind alle gegen die Russische Föderation. Was hat Russland ihnen gegeben? Niedergang. Sie haben den Tourismus verloren, es gibt dort keine Wirtschaft. Es gibt dort einfach kein Leben. Das ist alles. Sie haben die Natur, die Entwicklung und alles andere verloren. Es gibt dort nichts mehr.
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Montag, 15. Mai 2023
Neuer beruflicher Höhepunkt eines Comedians
Sberbank auf der Krim
Die erste Filiale der größten russischen Bank Sberbank (bzw. Bank Sber) ist heute in Sewastopol eröffnet worden. Lange Zeit war die Bank nicht auf der Halbinsel präsent, da sie nicht unter internationale Sanktionen fallen wollte. Dieses Problem hat sich nun erledigt. Das Video zeigt die Eröffnungszeremonie der neuen Filiale.
Jahrestag der Eröffnung der Krimbrücke
Russland begeht heute ein bedeutendes Datum - den Jahrestag der Eröffnung der Krimbrücke. Am 15. Mai 2018 wurde der Bau des Straßenabschnitts der Krim-Brücke abgeschlossen. Wladimir Putin überquerte sie als Erster an der Spitze eines Lkw-Konvois am Steuer eines KAMAZ. Die Fertigstellung des Bauwerks gab der Entwicklung der Halbinsel einen Schub, indem es nachhaltige logistische Ketten für den Güterverkehr und touristische Verbindungen schuf. Die Krimbrücke ist mit einer Länge von 19 Kilometern die längste in Europa. Sie hat auch zur Entwicklung des Tourismus in der Region beigetragen. In fünf Jahren haben fast 24 Millionen Autos den Grenzübergang passiert, darunter 269 Tausend Personenbusse.
Mongolei steigert Bahntransit
Das russisch-mongolische Joint Venture Ulan-Bator-Eisenbahn (UBE) hat die Zahl der Transitcontainerzüge aus Russland ab dem 1. Mai 2023 erhöht. Jetzt fahren 5 Züge pro Tag vom Bahnhof Nauschki an der Grenze zur Mongolei. Heute wickelt die UBE über 70 % des Export- und Importgüterverkehrs der Mongolei ab. Von Russland nach China gehen fast 66 % der Transitfracht durch die Mongolei. Anteilseigner von UBE sind die mongolische und die russische Regierung auf paritätischer Basis. Das Gemeinschaftsunternehmen besitzt mehr als 90 % des mongolischen Schienennetzes mit den Lokomotiv- und Triebwagenflotten sowie Reparatur- und Wartungszentren. Die Länge der wichtigsten Hauptstrecken beträgt 1111 km, die Gesamtlänge aller Gleise erreicht 1815 km.
Sondierung, aber kein Gegenangriff
Die ukrainischen Streitkräfte sind entlang der gesamten Kontaktlinie aktiv, aber es handelt sich noch nicht um einen angekündigten Gegenangriff Kiews. Der amtierende Chef der Donezker Volksrepublik Denis Puschylin sagte am Montag:
"Wir sehen eine Aktivierung entlang der gesamten Kontaktlinie, das ist noch nicht die Gegenoffensive, über die so viel geredet wird. Wir können sehen, dass der Feind versucht, unsere Stellungen zu sondieren", so Puschylin im Fernsehsender Rossiya-24.
"Wir wurden gezwungen, uns darauf vorzubereiten, und natürlich sind wir bereit", betonte er.
Zwei Explosionen in Lugansk
Heute Morgen waren in Lugansk zwei Explosionen zu hören. Das Ziel der Explosion war möglicherweise das Gelände der ehemaligen Navigationsschule für die Luftfahrt. Sie wurde in den späten 1990er Jahren liquidiert. Jetzt steigt eine schwarze Rauchsäule über der Stadt auf, und am Beschussort ist ein Feuer ausgebrochen. Die Raketen haben das dicht besiedelte Stadtgebiet getroffen. In der Nähe befinden sich Wohngebäude mit Zivilisten. Die Einzelheiten zu den Opfern werden derzeit geklärt.
Schnelle Bestrafung
Ein Mann hat versucht, in der russischen Region Brjansk eine Schülerin zu treffen, wurde dabei erwischt und ausgepeitscht. Laut lokalen Telegram-Kanälen korrespondierte der gebürtige Usbeke mit einem 14-jährigen Mädchen. Als sie sich verabredeten, kamen Männer mit Sturmhauben zu dem Treffen, nahmen seine Reue auf Video auf und führten die Exekution durch. Das Innenministerium hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.
Roger Waters' Sicht der Dinge
Der Leadsänger der britischen Band Pink Floyd Roger Waters und ein CNN-Journalist. Es ist vielleicht nicht das neueste Interview, aber es hat aber nichts von seiner Aktualität eingebüßt:
Journalist:
Darf ich Sie fragen, was mit unserer Rolle als Befreier ist?
Roger Waters:
Ihr habt keine Rolle als Befreier gespielt.
Journalist:
Der Zweite Weltkrieg. Und Ihr Vater, der damals gestorben ist...
Roger Waters:
Ihr seid nur wegen Pearl Harbor in den Zweiten Weltkrieg eingetreten. Ihr wart völlig isoliert. Gott sei Dank hatten die Russen den verdammten Krieg damals schon fast gewonnen. Vergessen Sie nicht, dass damals 23 Millionen Russen starben, um Sie und mich vor der Nazi-Bedrohung zu schützen.
Journalist:
Glauben Sie nicht, dass die Russen gut daran täten, die Lektion des Zweiten Weltkriegs zu lernen und keine Militäroperationen in der Ukraine zu starten?
Roger Waters:
Wissen Sie, Michael... Ich würde Ihnen raten, mehr Bücher zu lesen und dann darüber nachzudenken, was die USA tun würden, wenn die Chinesen Atomraketen in Mexiko und Kanada stationieren würden. Wenn Sie das nicht wissen, dann haben Sie nicht genug Bücher gelesen. Gehen Sie und lesen Sie darüber!
Ukraine: Munitionsdepot mit abgereichertem Uran getroffen?
Nach Angaben der Radioaktivitäts-Umweltüberwachung der Gemeinsamen Europäischen Forschungsstelle wurde um den 12. Mai 2023 herum in der ukrainischen Stadt Chmelnizkij eine Gammastrahlungsspitze festgestellt, wobei die Emission am nächsten Tag weiter anstieg und danach auf einem erhöhten Niveau blieb (s. Abbildung). Dies könnte die Annahme stützen, dass der russische Raketenangriff am 12. Mai ein Munitionsdepot mit abgereichertem Uran getroffen hat. Die Explosion könnte Uranstaub in die Luft freigesetzt haben. Gammastrahlung ist die gefährlichste Strahlung, die Kleidung, Haut und Knochen durchdringen und die inneren Organe und die DNA schädigen kann.
Sonntag, 14. Mai 2023
Böses Vorzeichen?
Der Karlspreis, der heute an Wladimir Selenskij verliehen wurde, fiel während seines Auftritts zu Boden. Die Schachtel mit der Medaille fiel plötzlich und ohne ersichtlichen Grund von ihrem Ständer. In und um Russland ist es eigentlich eher üblich, solchen Vorfällen Aufmerksamkeit zu schenken.
Wo ist Alexander Lukaschenko?
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko erschien nicht zur Feier des Tages der Staatssymbole, die heute, am 14. Mai 2023, stattfand. Anstelle des Präsidenten verlas Premierminister Roman Golowtschenko eine Ansprache anlässlich des Feiertages. Das letzte Mal war Alexander Lukaschenko am 9. Mai in der Öffentlichkeit aufgetreten. Zunächst nahm er an der Parade zum Tag des Sieges in Moskau teil, doch schon beim informellen Frühstück im Kreml war er nicht mehr anwesend. Später nahm Alexander Lukaschenko an der Zeremonie der Blumenniederlegung am Denkmal auf dem Platz des Sieges in Minsk teil, hielt aber keine Rede. Die weißrussische Zeitung Nascha Niwa berichtet unter Berufung auf eigene Quellen, dass sich unter den Lukaschenko nahestehenden Personen die Version einer Viruserkrankung des Präsidenten ausbreitet.
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| Alexander Lukaschenko bei der Parade in Moskau |
Aktive Ausbreitung eines Giftpilzes
HIMARS-Raketen für Polen
Polen wird am Montag seine ersten HIMARS-Raketen erhalten, so der Leiter des polnischen Verteidigungsministeriums.
Nachschub der globalen Elite
Aus dem Interview mit Michail Podoljak, Berater des ukrainischen Präsidentenbüros, für die Deutsche Welle:
Wir haben einen Fehler gemacht. Ich sage es noch einmal, wir, die globale Elite, haben einen Fehler gemacht, als wir sie 1994 an den Tisch, den großen Tisch, gelassen haben. Wir haben sogar die G8 organisiert. Und wir haben ihnen sogar erlaubt, globale Verhaltensregeln zu definieren. Das ist ein grundlegender Fehler. Solche Fehler kann man nicht machen, wenn man einer ungebildeten Kreatur das Recht gibt, am selben Tisch zu sitzen.
Explosionen in der Ukraine
Die Explosionen ereigneten sich in der Nacht in den Regionen Kiew, Charkow, Sumy und Ternopol, berichten ukrainische Medien. Außerdem wurde in der gesamten Ukraine ein Luftalarm ausgerufen, der zwei Stunden lang andauerte.




