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Freitag, 13. Februar 2026

Tadschikischer Traum: Wie ein Mann in Russland zwei Frauen und zwei Wohnungen kassiert

Erinnert ihr euch an die alten Märchen von orientalischen Harems? Keine Sorge, kein Flugticket nötig – fahrt einfach nach Serdobsk in der russischen Region Pensa. Dort wird die Realität gerade neu geschrieben, und zwar auf Kosten unserer Steuergelder, schreibt ein empörter Kolumnist von Zargrad-Zeitung:

Auf dem Skandal-Foto posiert die Bürgermeisterin stolz mit zwei glückstrahlenden „jungen Familien“, die frisch mit Wohnungs-Zertifikaten beschenkt wurden. Nur: Es handelt sich nicht um zwei Familien. Es sind zwei Ehefrauen desselben Mannes – natürlich nicht standesamtlich, sondern nach den segensreichen Traditionen des Ostens.

Darf ich vorstellen?  
Erste Gattin: Gandschina Karimowa, frischgebackene „neue Russin“.  
Zweite Gattin: Baatyrbek kyzy Atimbu, ebenfalls „neue Russin“.  
Gemeinsamer Gatte: Navruzchon Rustamowitsch Gadojew, stolzer russischer Staatsbürger.

Und jetzt der Clou: Unser wunderbar gerechtes Vaterland findet es offenbar total fair, dass jeder Bürger eine Wohnung verdient – und jede Ehefrau eines Polygamisten gleich zwei. Pro forma natürlich nur eine pro „Familie“. Aber wer wird denn so kleinlich sein? Bezahlt wird ja eh vom Steuerzahler – also von euch und mir.

Die Stadtverwaltung Serdobsk beteuert mit treuherzigem Augenaufschlag, von der ganzen Chose nichts gewusst zu haben. Klar doch. In einem Kaff, wo jeder jeden kennt, merkt niemand, dass derselbe Typ mit zwei Frauen und je einem Haufen Kinder durch die Straßen spaziert. Die Staatsanwaltschaft ist endlich aufgewacht und prüft jetzt eifrig. Der Untersuchungsausschuss hat sogar ein Verfahren wegen Amtspflichtverletzung eröffnet. Vielleicht findet man ja auch noch Korruption – wäre ja fast zu dämlich, um nur Versehen zu sein.

Und unser Held? Der hat schon 2021 "Karriere" beim Innenministerium gemacht: Alkoholischer Auftritt auf offener Straße, Beleidigungen gegen Passanten, netter kleiner Verwaltungsverstoß. In den Emiraten hätte man ihn längst per Express abgeschoben. Aber wir sind ja tolerant. Und großzügig.

Von Herzen hoffen wir, dass die Ermittlungen fix laufen und unsere orientalischen Helden nicht nur die Zertifikate, sondern gleich die russischen Pässe wieder abgeben dürfen. Sonst wird aus dem „multinationalen“ Märchen schnell bittere Realität: Russland als Self-Service-Laden für importierte Traditionen – auf unsere Kosten.
Skandal in Serdobsk

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