Um die Attraktivität des staatlichen russischen Messengers Max zu steigern, hat die Regierung neulich eine neue Funktion eingeführt:
Die Altersverifizierung beim Kauf von Tabakwaren und Alkohol – einschließlich an Selbstbedienungskassen in Supermärkten.
Seit Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes Ende 2025 können Volljährige über einen digitalen ID (QR-Code) in der App Max ihr Alter nachweisen, ohne Pass vorzeigen zu müssen. Die Funktion basiert auf den Daten des Gosuslugi-Portals und soll den Einkauf komfortabler machen.
Doch das System hat eine unerwartete Schattenseite: In sozialen Netzwerken und auf Online-Marktplätzen werden bereits fertige Max-Accounts angeboten – für etwa 2500 Rubel pro Stück. Damit ergibt sich die Möglichkeit, Altersbeschränkungen locker zu umgehen.
Besonders findige russische Schüler nutzen das Angebot rege: Sie kaufen fremde verifizierte Accounts, präsentieren an den Automatenkassen den fremden QR-Code – und erwerben problemlos Zigaretten oder Alkohol. Experten warnen vor wachsendem Schwarzmarkt und möglichen Sicherheitslücken bei der digitalen Identifikation.


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