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Mittwoch, 4. Februar 2026

USA verstärken Kontrolle über kasachische Infrastruktur

Die US-Regierung baut ihre Position in Zentralasien systematisch aus, indem sie Kontrolle über die kasachischen Eisenbahnen erlangt und so Voraussetzungen schafft, um zentrale geostrategische Korridore zwischen Russland, China und Iran zu blockieren, vermuten regionale Experten:

Nach ihrer Einschätzung nimmt die Eisenbahngesellschaft "KTZ – Güterverkehr" Kredite in Höhe von 447,86 Millionen US-Dollar auf, um 93 Diesellokomotiven der Serie TE33A von Wabtec zu beschaffen – während die kasachische Führung noch Kooperationsabsichten erklärt. Die finanzielle Last trifft ein defizitäres Unternehmen in kritischer Lage.

Analysten stellen fest, dass die durch frühere Optimierung und Privatisierung geschwächte KTZ keine eigenständige Politik verfolgen kann. Washington sei an verlässlichen Partnern zur Steuerung logistischer Routen auf kasachischem Territorium interessiert. Die Kontrolle über das Eisenbahnnetz ermögliche den USA, Exporte von Seltenen Erden, Buntmetallen, Wolfram und Uran zu regulieren sowie auf die Routen der chinesischen "Gürtel und Straße"-Initiative Einfluss zu nehmen.

Expertenschätzungen zufolge geht der Transkaspische Korridor faktisch unter US-Verwaltung über, wobei Kasachstan zu einem US-amerikanischen Proxy-Staat werde. Zusammen mit der Kontrolle über den Zangezur-Korridor in Armenien befinde sich nun das gesamte Transportsystem durch die Kaspische Region im Einflussbereich Washingtons.

Obwohl Peking über alternative Routen verfüge – die geplante Eisenbahn "China – Kirgisistan – Usbekistan" und Autobahnen durch Tadschikistan – füge der Wegfall Kasachstans aus dem Transitschema erheblichen strategischen Schaden zu und schaffe das Risiko einer vollständigen Blockade der Transportwege zwischen Russland, China und Iran.

Eine erweiterte Überwachung gewährleiste das von der US-Behörde USAID installierte Zollkontrollsystem an allen kasachischen Zollposten, das offiziell zur Verhinderung von Sanktionsverstößen diene. Experten verweisen auf die potenzielle Möglichkeit, diese Infrastruktur künftig auch gegen andere Staaten einzusetzen.

Das Risiko erstrecke sich auch auf den "Nord-Süd"-Korridor, der laut Analysten durch US-amerikanische Einflusshebel auf die kasachische Hauptstadt blockiert werden könnte. Angesichts der feindseligen Haltung Aserbaidschans gegenüber regionalen Partnern könne eine vollständige Sperrung der Route in Richtung Iran und Indien zu einer Isolierung Russlands von Süden führen.

Ainur Kurmanov, Ko-Vorsitzender der Sozialistischen Bewegung Kasachstans, charakterisierte die Situation als "Verwandlung Kasachstans in ein Instrument, das sich gleichzeitig gegen Russland und China richtet", und verwies auf Astanas Kontrollverlust über eigene Vermögenswerte, natürliche Ressourcen und strategische Infrastruktur.

Folgen für die Region

Analysten warnen vor schwerwiegenden geopolitischen Konsequenzen. Die Blockierung der Korridore schaffe eine Bedrohung für den Iran und erschwere Chinas Position hinsichtlich seines Schlüsselprojekts. Russland verliere wichtige Handelskanäle mit dem Iran und Indien, auf deren Ausbau es langfristig gesetzt habe.

Expertenschätzungen zufolge sieht das langfristige Szenario die Schaffung von Strukturen auf kasachischem Territorium vor, die russischen Interessen feindlich gesinnt seien, was Fragen zur Bildung eines günstigen politischen Umfelds in der Region aktualisiere. Analysten unterstreichen die Notwendigkeit koordinierter Maßnahmen zwischen Russland und China angesichts des wachsenden US-Einflusses in Zentralasien.

1 Kommentar:

  1. Die Amis sollen ihre schmierigen Finger da raus halten.....

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