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Samstag, 7. Februar 2026

Illegaler Handel mit Leichenteilen in St. Petersburg aufgedeckt

Die offizielle Sprecherin des russischen Innenministeriums, Irina Volk, teilt mit:

In St. Petersburg haben meine Kollegen ein kriminelles System des illegalen Handels mit Biomaterialien aus einem Krankenhaus­leichenschauhaus aufgedeckt.

Nach operativen Erkenntnissen hat die Leitung eines städtischen Kranken­hauses über einen längeren Zeitraum gegen finanzielle Vergütung die illegale Entnahme von Leichenteilen ermöglicht. Die Biomaterialien wurden anschließend an verschiedene kommerzielle Organisationen weitergegeben und von diesen als Testmaterial in den Bereichen Kosmetologie, Chirurgie und Zahnmedizin verwendet. In den meisten Fällen handelte es sich um Leichen von Bürgern, die einen asozialen Lebensstil führten und keine Angehörigen hatten.

Darüber hinaus wurde Vertretern kommerzieller Forschungseinrichtungen gestattet, ohne Ausstellung der erforderlichen Dokumente Obduktionen in den Räumlichkeiten des Krankenhaus­leichen­schau­hauses durchzuführen.

Die Ermittler dokumentierten zudem Fälle von Leichen­vertauschungen. Dies geschah, um zu verhindern, dass zufällig auftauchende Angehörige die Kranken­haus­leitung rechtswidriger Aktivitäten verdächtigen könnten.

Die von der Polizei gesammelten Materialien wurden an die Ermittlungs­behörden übergeben. Die Haupt­ermittlungs­abteilung des Ermittlungs­komitees Russlands für St. Petersburg hat Straf­verfahren wegen Verdachts auf Straftaten nach den Artikeln 286, 290 und 291 des russischen Strafgesetzbuches eingeleitet.

Im Rahmen operativer Ermittlungs­maßnahmen nahm die Polizei den Gründer einer kommerziellen Organisation, die auf die Herstellung anatomischer Biomodelle spezialisiert war, sowie den Leiter der pathologisch-anatomischen Abteilung des Kranken­hauses fest. Derzeit wird über Untersuchungs­haft­maßnahmen gegen sie entschieden.

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